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Alt 12.10.2004, 12:39
Bernd Beringer Bernd Beringer ist offline
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AW: Benehmen der Nachwuchsspieler

Markus, da wären wir wieder beim Grundsätzlichen, und das ist auch gut so.

Ich halte die Beispiele (Tischtennis, Basketball, Leichtathletik), bei denen Du noch von "nicht unfair" sprichst, für höchst bedenklich. Wieso kann es denn fair sein, einen Gegner zu "stören, aus dem Konzept/der Konzentration bringen, ihn mit Mätzchen zu beeinträchtigen"? Für mich ist es auch nicht fair, bei einem Glücksschlag, einem Fehlaufschlag o.ä. bewusst zu klatschen. Für was bekommt denn da eine(r) Beifall - für den Fehlaufschlag des Gegners oder für was? Ich war eigentlich immer ein bisschen stolz darauf, dass sich Tischtennis und Tischtennissportler(innen), was die Fairness angeht, von anderen Sportarten unterscheiden - eben Fair-Geht-Vor "vorleben".

Jeder von uns hat schon mal an der falschen Stelle geklatscht, jeder war bestimmt auch mal unfair. Aber die Frage ist: Hat er/sie das b e w u s s t gemacht oder hat er/sie nur den Netzball nicht gesehen, den Kantenball des Gegners wirklich nicht wahrgenommen? Das bewusste Stören, die bewusste Unfairness ist es, was den Sport in Verruf bringt. Damit ist nicht das Sich-selbst-Anfeuern gemeint, sondern die "Attacke" gegen den Gegner.

"Das Wichtigste am Sport ist der Gegner", hat mal ein schlauer Kopf gesagt. Denn ohne ihn gibt es keinen Sport, keinen Wettkampf, sondern nur Selbstdarstellung und Selbstdarsteller. Ich glaube nicht, dass das jemand sehen will.

Apropos: Es war tatsächlich ein "geiles" Spiel mit toller Stimmung auf den Rängen. Aber das wäre es auch ohne übertriebenes Geschrei und ohne "fliegende Fäuste" gewesen - wetten?

Geändert von Bernd Beringer (12.10.2004 um 12:48 Uhr)
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