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Alt 09.11.2021, 09:39
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Jolien Jolien ist offline
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AW: Schach

Hi @Lousy Defence,

Elisabeth Pähtz hat das mal in Interviews geäußert, dass sie nicht gerne Turnierpartien gegen Männer spielt, weil diese mehr Stunden sich gut konzentrieren könnten als sie selber. Ich hatte mehrere Interviews von ihr im Internet gelesen. Also diese Frauenturniere geben ihr anscheinend Chancen, die sie unter Männern nicht hätte. Also hätte sie auch gegen Männer diese GM-Normen nicht erspielt, das ist richtig.

Anders war das z.B. bei der Österreicherin IM Eva Moser, die hatte in der Staatsliga und auf vielen offenen Turnieren gegen Männer gespielt und ist sogar Österreichische Staatsmeisterin bei den Männern geworden, die daraufhin in "Offene Klasse" umbenannt wurde. Sie ist in jungem Alter schwer krank geworden und mit 36 Jahren gestorben. Auch sie hatte eine GM-Norm, wahrscheinlich gegen einen Mann erspielt. Wenn sie länger gesund geblieben wäre und ihre Schach-Karriere hätte fortsetzen können, wäre sie mit Sicherheit auch GM geworden.

Und bei mir ist es auch anders: Habe fast alle meine Schach-Turnier-Partien gegen Männer gespielt z.B. auf dem Weihnachtsopen, in der Schachliga und bei mir im eigenen Verein, wo ich das einzige weibliche Mitglied bin. Letzte Saison war ich Mannschaftsführerin einer Männermannschaft. Diese Saison bin ich wieder Mannschaftsführerin, in der neuen Liga werden bei uns auch ein Kind und Jugendliche mitspielen.

Im Tischtennis fühlte ich mich diskriminiert, weil ich immer gegen Frauen spielen MUSSTE. Die Männer hielten es dann auch nicht für nötig, mit mir zu trainieren ("Die kann ja mit den Frauen spielen!")

Jolien

Geändert von Jolien (09.11.2021 um 10:00 Uhr)
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