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Alt 10.11.2021, 17:17
Matthias1234 Matthias1234 ist offline
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AW: Dauerbrenner: Falsche Aufschläge - verdeckt, aus der Hand ...

So das wird wohl mein letzter Post, da wir uns anscheinend einfach nicht verstehen wollen.
Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Das ist praxisfremd. Entweder bist Du in zu niedrigen Spielklassen unterwegs oder Du sprichst zu wenig mit anderen Spielern. Zumindest darüber.
Jeder, den ich kenne, der regelwidrige Aufschläge spielt, macht das entweder absichtlich (ab einer gewissen Liga ist Unwissenheit ausgeschlossen) oder mit dem Bewusstsein, dass die Aufschläge "eventuell nicht ganz korrekt sind", sie aber keine Lust haben, regelkonforme Aufschläge zu spielen bzw. zu lernen.
Ich habe nie höher als 1.Bezirksliga gespielt, die sich in Bayern inzwischen Landesliga tauft.
Du hast ja selbst gesagt, dass die meisten Spieler das Regelwerk dahingehend nicht kennen Wie sollen solche Spieler also ihre eigenen Aufschläge dahingehend beurteilen. Die höherklassigen kennen sicherlich die Regeln dahingehend. Aber wie du schon sagst: Sie tun es in dem Bewusstsein es könne eventuell etwas nicht ganz korrekt sein. Aber in diesem Fall kannst du keine Absicht unterstellen. Denn sie machen nicht wissentlich und willentlich etwas falsch.

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Keine Frage. Aber dann frag sie mal, ob sie bei einer 50:50-Chance für die Ahndung eines regelwidrigen Aufschlags diesen eher bei Punktverlust oder bei Aufschlagverlust versuchen.
Darum geht es doch nicht. Welche Regel die härtere ist, ist klar. Meine Ideen zielen ja darauf ab, ob ein Spieler lieber zu vllt 20% einen Aufschlag verliert oder zu 1% direkt einen Punkt verliert, bei Ausführung eines falschen Aufschlags.

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Gehen wir einen Schritt weiter:
Es wird ganz sicher gar keinen Pöbeleien mehr geben (ist doch Dein Ziel?), wenn man die Aufschlagregel nur noch darauf reduzieren würde, dass der Ball einmal auf der eigenen und einmal auf der gegnerischen Seite aufspringen muss. Wäre das nichts für Dich?
Mein Ziel ist es Pöbeleien und Streit zu mindern, damit die Aufschlagsregel durchgesetzt wird, sodass kein Spieler einen Nachteil durch verkehrte Aufschläge hat.

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Das ist nicht ganz korrekt. Für ein grobes Foulspiel wird die rote Karte gezückt.
... Wo ist denn die abschreckende Wirkung, wenn die Sanktion abgeschwächt wird? Wenn der Dieb z.B. nur mit Hausverbot bestraft wird statt mit Geldstrafe / Knast?
Deswegen ja die Bezeichnung "simples Foulspiel".
Nochmal es geht darum die Umsetzung zu erhöhen. Wenn Diebstahl mit Geldstrafe/Knast bestraft werden soll nach StGB, aber es nie umgesetzt wird, ist keine abschreckende Wirkung vorhanden. Wenn du allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit erwischt wirst und Hausverbot bekommst, ist das abschreckender.

Aber ja ich habe verstanden, dass du einen andere Art der Erhöhung der Umsetzungsrate im Sinn hast. Ist ja auch ok.

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Das nennt sich Vorteil. Warum soll der Schiedsrichter eingreifen, wenn trotz des Fouls die betreffende Mannschaft einen aussichtsreichen Angriff fortführen kann? Ist mit Tischtennis allerdings nicht zu vergleichen.
Oh je da hast du mich wohl nicht verstanden. Ich habe gesagt die gegnerische Mannschaft des eventuell gefoulten Spielers hat den ausrichtsreichen Angriff und die nicht die Mannschaft des evtl. gefoulten Spielers
Das, was ich beschrieben habe, hat also nichts mit Vorteil zu tun.
Sollte auch nur ein Beispiel sein, dass Schiedsrichter keine groben Fehlentscheidungen machen wollen und deswegen gerne den "easy way out" wählen, auch um Diskussionen und Pöbelei zu vermeiden.

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Das sind alles keine Probleme der Regeln, sondern der Spieler (Charakterfrage). Und teilweise der Schiedsrichter, die nicht souverän mit den Situationen umgehen.
Hat ja auch niemand gesagt, dass es ein Problem der Regel wäre. Ich habe nur Beispiele aufgezeigt, dass nicht nur der Tischtennis ein Problem mit der Charakterfrage hat.
Komischerweise ist das in anderen Sportarten anders zum Beispiel dem Handball. Da wird nicht diskutiert. Was der Schiedsrichter sagt, ist Gesetz.


Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Noch mal: Mit keiner Regel oder Sanktion wirst Du Diskussionen und Pöbeleien unterbinden. Nur mit Konsequenz und Rückendeckung drastisch reduzieren. An beidem mangelt es massiv.
Unterbinden sicherlich nicht, aber kleiner werden lassen schon.
Wie willst du diese Konsequenz erreichen? Was wäre dein Weg? Klär mich auf Es ist leicht wie alternative Partei in Deutschland die Vorschläge der anderen einfach nur schlecht zu machen. Wie wäre es, wenn du mir eine anderen Lösungsvorschlag zeigst.

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Dann begib Dich mal auf die Ebene Landesliga bis 1. Bundesliga.
Bei den Damen und Herren.
Spoiler: Die Männer regen sich eindeutig öfter auf und pöbeln auch öfter.
Liegt es also an den Regeln?
Liegt sicherlich an unterschiedlichen Einstellungen.
Ich selber habe sowieso wenig Erfahrung. Im Profibereich kenne ich nur 3 Spiele, in denen Aufschläge reklamiert wurden. Da hat keiner der Spieler gepöbelt.
Im Amateurbereich kenne ich es, dass gepöbelt wird, bei den Männern. Bei den Frauen kenne ich es nicht. Da hat sich aber auch noch nie in meinem Beisein irgendjemand über falsche Aufschläge aufgeregt. Ehrlich gesagt habe ich aber auch noch nie von einer Frau bei uns bis Bayernliga einen verkehrten Aufschlag gesehen. Woran das liegt?...Wer weiß.

Ich frage mich aber worauf du hinaus willst? Klär mich doch auf.

Aber die pöbelnden Spieler sind mir doch egal auf Profiebene. Die diskutierenden Fans und Zuschauer und Zeitungen etc. wären da mein Problem.
Auf Amateurebene als parteiischer Schiedsrichter ist ein pöbelnder Spieler und dessen Mannschaftkollegen mein Problem, aber wenn ich unparteiischer Schiedsrichter bei Profis wäre, juckt mich doch der pöbelnde Spieler nicht. Soll er doch pöbeln. Die anderen Diskussionen könnten mich eher belasten...

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Irgendwie reden wir hier aneinander vorbei.
Dass der Aufschlag zu unrecht reklamiert wurde, zeigte nur das Hawkeye.
Prinzipiell hat die Schiedsrichterin korrekt gehandelt, was auch das Hawkeye nicht revidiert. Denn es war eine so knappe Entscheidung, die man mit menschlichem Auge nicht präzise vornehmen kann. Und für diesen Fall, ich wiederhole mich auch hierzu, hat der Schiedsrichter entsprechend zu handeln. Ist der Aufschlag nicht als eindeutig regelkonform zu beurteilen, gibt es Handlungsbedarf. Handelt der Schiedsrichter nicht, macht er seinen Job nicht gut und könnte zu Hause bleiben.
Das tun wir tatsächlich. Worauf ich hinauswollte ist, dass, obwohl dir die Regel die Mittel zum Handeln gibt und du damit rechtens handelst, du am Ende der Buhmann sein kannst, weil so viel Ermessen in der Auslegung steckt, dass es eben "falsch" gewesen sein kann oder zumindest können es 90% der Menschen anders sehen als du(zum Beispiel bei Boll wird die Mehrheit der Menschen der Meinung sein, seine Aufschläge sind korrekt), weil sie zum Beispiel durch den Fernseher einen besseren Blickwinkel haben.
Man stelle sich nur mal vor, ein Schiedsrichter würde in einem WM Finale einem Spieler die Aufschläge "wegzählen". Am Ende zeigt ein Hawkeye oder eine Wiederholung, dass du womöglich falsch liegst. Oder sei es einfach nur, weil es die Mehrheit anders sieht. Da magst du eventuell richtig gehandelt haben, weil er dir eben vielleicht nicht eindeutig gemacht hat, dass die Aufschläge korrekt waren. Der "Depp" bist du dann trotzdem, der eventuell viel Spott auf sich zieht.

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Überhaupt nicht, siehe oben. Wenn der Ballwurf nicht hoch genug ist, dass ich ihn als mindestens 16 cm beurteile, dann entscheide und vertrete ich das auch. Wo ist das schwierig oder ein Problem? Ich muss nicht beweisen, dass es weniger als 16 cm waren, was aus naheliegenden Gründen weder möglich noch gewollt ist.
Siehe oben. Der "Arsch" am Ende bist trotzdem du eventuell.


Oder er traut sich nicht, sie zu reklamieren. Dem Aufschläger ist es egal, Hauptsache er kann seine regelwidrigen Aufschläge weiter praktizieren und damit punkten.
Nahezu senkrecht ist genau so schwammig wie jede Regel, die keine festen Werte vorgibt, die auch gut gemessen werden können. Leuchtend rot kannst Du auch als schwammig bezeichnen. Richtig. Aber genau dafür gibt es Schiedsrichter. Individuell zu entscheiden.




Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Deshalb lautet mein Vorschlag auch, Rückendeckung für die Schiedsrichter und Sanktionen gegen die Spieler, ähnlich wie beim Fußball.
Vor 30, 40 oder noch mehr Jahren genossen die Schiedsrichter Respekt und ihre Entscheidungen wurden nur selten in Frage gestellt, angezweifelt, diskutiert oder der Schiedsrichter gar angepöbelt. Heute ist das der Normalfall. Das liegt nicht an den Regeln, sondern an der Gesellschaft.
Alles klar. Ob es Rückendeckung gibt, weiß ich nicht. Aber die Sanktionsmöglichkeiten für Pöbeln gibt es doch(Gelbe Karte bis hin zur roten Karte). Trotzdem handeln die Schiedsrichter in der Aufschlagsfrage zu selten.
Es wäre schön, wenn es uns gelingen würde, in die Köpfe mehr Respekt zu bekommen, damit SR Entscheidungen einfach akzeptiert werden und auch nicht von außen hinterfragt werden.
Momentan ist die Gesellschaft so und damit wird ein Schiri leicht zum Buhmann. Das will eben keiner sein.




Schlusswort: Ich bleibe dabei, dass Schiedsrichter nicht handeln, weil die Möglichkeit in der Meinung der Allgemeinheit falsch zu liegen, hoch ist. Keiner möchte hier der Buhmann/Depp sein, weil er sich eventuell geirrt hat.
Wenn eine Aufschlagsentscheidung des Schiedsrichters keinen spielentscheidenden Charakter mehr hätte, ist das Interesse der Allgemeinheit für solche Entscheidungen kleiner und man wird weniger leicht zum Buhmann. Dadurch greift man öfters durch. Ich glaube kaum, dass all zu große Diskussionen auf den Schiri zukommen, wenn er 2x pro Satz einem Spieler einen Aufschlag weggenommen hat. Wenn er aber 2x pro Satz dem Gegner einen Punkt zuspricht, wird darüber groß diskutiert. Unterschied wäre, dass der Gewinner trotzdem alle 11 Punkte durch Tischtennis gewonnen hat im Kopf der Zuschauer.
Wie bereits erwähnt, wäre hier das "normale" Foulspiel das Vorbild(Ebenfalls eine Regel mit viel Ermessen). Keiner diskutiert groß im Nachgang darüber, außer es hat spielentscheidenden Charakter, weil es im Strafraum war. Klar gehen manche Fans mal nach Hause und regen sich auf, weil der SR ihrer Meinung nach ständig in den kniffligen Szenen gegen sie gepfiffen hat. Aber die wenigsten geben dem SR dann die Schuld für die Niederlage, womit keine all zu große Diskussion entsteht und die Sache wahrscheinlich bis zum nächsten Spiel längst vergessen ist.

@Snape: Du darfst dir dein Antwort gerne nur denken. Wir diskutieren hier sonst ewig und werden nicht einer Meinung werden. Ich wollte nur eine Idee äußern. Diese sagt dir nicht zu. Das hast du kundgetan und damit sollten wir die Diskussion beenden.
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