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Alt 13.10.2004, 01:15
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Nacki Nacki ist offline
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AW: Benehmen der Nachwuchsspieler

Zitat:
Zitat von Markus Cansever
Nur kurz zu diesem Zitat: Sportpsychologisch nicht haltbar, aber interessanterweise das Gegenteil: In einer Studie fand man raus dass Sportler im Leistungssport / leistungsorientierten Sport privat und beruflich völlig ruhig und ausgeglichen sind, auch (und gerade dann!) wenn sie bei der Ausübung ihrer Sportart sehr extrovertiert und lautstark zu Werke gehen, unter Umständen auch in gewisser Weise auf Kosten des Gegners sich motivieren. Das sogennante "Ventil". Mir persönlich fallen auch genug Beispiele im Tischtennis ein von Spielern auf die diese Studie 100% zutrifft, z.B. , :zeniert: , .
Ich kenne die Studie nicht, und von Lukas K. wird ja auch auf eine eventuell andere mögliche Interpretation hingewiesen, aber auf jeden Fall habe ich auch den subjektiven Eindruck, daß es sich anders verhält, als Aramis es beschreibt, doch ich wollte nicht schon wieder gegen ihn argumentieren.




Zitat:
Zitat von Markus Cansever
2. Zum unfairen Fixieren, Provozieren, Anmachen: wer`s nötig hat - gehört anscheinend mittlerweile leider im absoluten Spitzensport dazu. Bsp. Basketball: Trashtalking vor den Freiwürfen. Bsp. Leichtathletik: Laufbahn kreuzen, nahe am Kontrahenten bleiben kurz vor dem Wurf, etc... Aber ich finde: richtig unfair ist das Anfeuern nicht, und wenn es noch so laut geschieht und bei jedem Punkt statt findet (auch wenn es ein Bauer oder leichter Rückschlagfehler war - dann war halt die Angabe gut! Was sind schon leichte Fehler!!!).
Da gibt es nun aber ganz klar Grenzen, vielleicht ist nicht immer klar, wo die zu ziehen sind. Wenn aber ein Gerd Richter meint, das hier thematisierte war jenseits der Fairnessgrenze, dann will ich wohl zu dem Schluß kommen, daß es schon ziemlich extrem gewesen sein muß.


Zitat:
Zitat von D.G.
Gefordert sind die Verbandstrainer, wenn es um das Verhalten von Kaderspielern geht.

So steht es wenigstens in den Statuten des BTTV:
...

Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass wie manche hier behauptet haben, ein Verbandstrainer seine Kaderspieler zu unsportlichem Verhalten animiert.
Ja, gefordert sind sie vielleicht. Doch nur, da etwas in Statuten steht, wird es noch lange nicht umgesetzt. Besonders wenn es sich um so allgemein gehaltene Anweisungen handelt, bleibt vieles Auslegungssache und somit dehnbar. Ich finde, Kaderspieler haben nicht selten eine vom Rest der TT-Gemeinde abweichende Vorstellung von Fairness, was sicherlich auch sehr durch eine andere Einstellung zum Sport beeinflußt wird, doch ich halte es durchaus für naiv (oder phantasielos), wenn man sich nicht vorstellen kann, daß ein Kadertrainer an gewissen Stellen nicht entgegenwirkt (z.B. übermäßiges Gebrüll) oder hier und da mal eine unfaire Taktik oder Kniffe vermittelt (z.B. Befeuchten des Balles). Am Ende wird der Kadertrainer doch am Erfolg seiner Schützlinge gemessen und nicht an deren Höflichkeit/Fairness/Freundlichkeit, es sei denn, letztere seien nur noch rudimentär vorhanden.
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