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Alt 14.11.2021, 14:13
User 597698 User 597698 ist offline
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Zitat:
Zitat von Kyuss Beitrag anzeigen
Die sich 1. aber nicht alle schlagartig auf einmal infizieren und 2. ist eine Rechnung , die apriori schon eine unbekannte Annahme beinhaltet, nicht sonderlich sinnvoll

Da ist die Aussage, dass wir mit deutlich höherer Impfquote kaum Probleme hätten ,doch deutlich realistischer.
Nun... da müssen wir uns wohl darauf einigen, nicht einer Meinung zu sein.

Ich halte beides für gleichermaßen (un)realistisch.

Edit2: Ich glaube, die 0,3% schwere Verläufe dürften so ziemlich passen... Ansonsten habe ich nur einen recht niedrigen Wert bei den Impfdurchbrüchen gegriffen, bei dem wir bereits Probleme bekommen. Eine Studie aus den USA meint herausgefunden zu haben (ich habe sie nicht genau studiert, daher meine einschränkende Formulierung), dass es in den USA bei 84Mio. geimpften nur 6.000 Impfdurchbrüche gegeben hätte... Wenn wir also nur bei (lt. Studie) 2% Impfdurchbrüchen landen würden, hättet ihr recht. Lt. wikipedia sieht es bereits so aus in Hinblick auf nötige Impfquoten:
Unter der Annahme, dass für SARS-CoV-2 die Basisreproduktionszahl R0 * 2,87 ist, wäre der notwendig zu impfende Mindestanteil der Bevölkerung 93,1 % bei einem Impfstoff, der die Transmission um 70 % senkte. Bei der Delta-Variante müssten mit einem R0 von nahezu 7 bei ansonsten gleicher Annahme 122,4 % aller Menschen geimpft werden. Da nicht mehr als 100 % geimpft werden können, wäre eine Herdenimmunität damit nicht mehr erreichbar.


Lieber evidenzbasiert vorgehen und nichts nacherzählen, was die Zahlen so vielleicht nicht hergeben. Edit: Und weil es zwischenzeitlich jemand geschrieben hat... Im nachhinein zu erzählen, wie es besser gewesen wäre etc. spielt aktuell eigentlich keine Rolle... Jetzt muss man sich die Lage mit dem aktuellen Wissen anschauen und dann versuchen die aktuell sinnvollste Entscheidung zu treffen. Das sich eine Entscheidung im Nachhinein als falsch/übertrieben/zu lasch herausstellen kann, liegt in der Natur der Sache und es ist irgendwo eine Verschwendung der Ressourcen, sofern man nicht die Infos zur Fehleranalyse nutzt. Jetzt ist eine andere Situation, als vor 1 oder 2 Jahren. Jetzt muss man eine besser informierte Entscheidung treffen.

Aber macht (alle) ruhig weiter so... kann mir zwar nicht vorstellen, dass es jemanden überzeugt (der eine andere Meinung vertritt)... aber abhalten werde ich niemanden.

Geändert von User 597698 (14.11.2021 um 14:36 Uhr)
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