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AW: Joola Rhyzen CMD & ZGR
Hallo TT-Sportler
die Joola Beläge fristen ja schon irgendwie ein Nischendasein und obwohl ich schon einige Beläge aus der Rhyzen und Dynaryz Serie verprobt habe, war tatsächlich bisher kein Belag dabei, der mich soweit überzeugt hätte, dazu einen Bericht zu schreiben.
Der Rhyzen ZGR 2.0mm den ich jetzt die letzten Wochen gespielt habe, ist für mich schon eine Entdeckung und deshalb etwas mehr zum Belag und meinen Erfahrungen.
Seit Sommer spiele ich den Tibhar MX-D in Max (VH) und 2.0mm (RH) auf einem Stiga Dynasty Carbon, habe aber schon im MX-D thread geschrieben, dass mich die Haltbarkeit vom MX-D nicht wirklich überzeugt. Beide Beläge haben jetzt im Laufe der Saison doch abgebaut und ich habe deswegen parallel angefangen nach Alternativen zu schauen.
Die Hybrid-Beläge haben mich gereizt, weil mir die reinen Chinabeläge nicht wirklich liegen (zu harter Übergang von Tot zu Rakete) und ich gehofft habe, den Spinvorteil der klebrigen Oberfläche mitzunehmen, ohne die Dynamik (Linearität) der ESN Schwämme zu verlieren.
So lagen dann der Joola Rhyzen ZGR, der Tibhar K3 und ein XIOM Omega 7 China hier zum testen.
Der Joola ZGR klebte zum Anfang des Tests auf einem Viscaria (neuste Serie) und wurde im Training zunächst ca. 5 Stunden gespielt. Die Umstellung auf den Belag (VH) lief erstaunlich einfach, das hat von Anfang an gepasst.
Die Klebrigkeit des Belags ist nicht so extrem (Ball aufheben von der Platte ist nur sehr eingeschränkt möglich).
Erste Erfahrung war tatsächlich, dass meine Topspin auf Block mehr Spin haben. Die Quote der Blockbälle, die zu hoch/lang waren, war deutlich höher (auch unabhängig vom Trainingspartner), obwohl ich an der Technik nichts verändert und auch nicht extra auf Spin gezogen habe.
2. Erfahrung war dann, dass der Block mit dem Belag sehr viel variabler gelingt, als mit dem MX-D. Bisher hatte ich zwar einen sicheren Block mit dem MX-D, aber ich konnte die Länge des Blocks nicht wirklich varieren. Mir fehlt da etwas das Händchen für einen wirklich kurzen Block und mit dem ZGR schaffe ich das jetzt. Mit reinen Chinabeläge war das auch so, aber da war immer die latente Gefahr, dass es zu passiv wird und der Ball im Netz landet. War mit dem ZGR kein Thema.
Beim US (egal ob kurz gesetzt oder lang auf die Ecken verteilt) keine Auffälligkeiten. Kriege mit dem ZGR jetzt nicht spürbar mehr Schnitt in die Bälle, es ist aber auch nicht weniger. Kurz/Kurz geht mit dem ZGR etwas besser, denke der ZGR hat einfach ein geringeres Grundtempo...
Auch beim Topspin auf US hatte ich keine Probleme. Die Bälle waren gefühlt jetzt nicht langsamer, aber eben mit einem Ticken mehr Spin. Auch weiche TS (sonst nicht so meins) gelingen mir (vor allem beim parallelspielen) mit dem ZGR besser und sicherer, als mit dem MX-D.
Um es kurz zu machen. Aufgrund der positiven Erfahrungen und dadurch das der MX-D auf der VH eh durch war, habe ich jetzt den MX-D auf der VH durch den ZGR auf meinem Spielholz ersetzt und damit die letzten 2 Wochen nochmal ca. 6 Stunden trainiert. Auf dem Spielholz haben sich meine Erfahrungen bestätigt (es lag also nicht am Viscaria) und ich habe ein gutes Gefühl für den Rest der Hinrunde.
Als nächstes wird noch der Omega 7 China verprobt und ggfs. doch mal die MAX Version des ZGR bestellt.
Den Tibhar K3 hatte ich nur kurz auf dem Holz.
Da war die Umstellung zu heftig (Details im K3 Thread).
Erfreulicher (minimaler) Nebeneffekt ist, dass der ZGR auch noch günstiger ist. Jetzt muss er nur länger halten als der MX-D.... Mal abwarten.
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