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AW: Annett Kaufmann (GER)
Jedes Mal die gleichen lächerlichen Diskussionen. Diese Form des Anfeuern ist Teil der sportartspezifischen Kultur. Einige machen es mehr, andere weniger.
In anderen Sportarten gibt es andere Verhaltensweise. Im Volleyball ist es z.B. völlig normal und akzeptiert, dass man sich beim Fehlaufschlag des Gegners freut und jubelt. Ich habe dazu mal einen Bundesligatrainer gefragt und ihm gesagt, dass das gleiche beim Tischtennis zu Streit führen würde. Er konnte das gar nicht nachvollziehen und erklärte mir, dass durch das gute Annahmespiel seiner Mannschaft der Gegner zu einem Fehlaufschlag provoziert wurde, weil er entsprechend Risiko gehen musste. - Es ist also vielleicht eine Frage des Blickwinkels. Wann jubelt man denn? Wenn man den Kontrahenten ernst nimmt und ein Erfolg für einen selbst einen hohen Wert hat. Keiner von uns dreht doch hier Ehrenrunden, wenn er einen 7-jährigen Anfänger durch die Box jagt.
Auffällig ist, dass solche Kritik immer wieder von Leuten kommt, die selbst auf einem eher niedrigem Niveau unterwegs sind. Dazu kommen dann noch Märchen, dass man das in den Kadern schulen würde. Ja! Schreitraining ist bestimmt Teil der B-Ausbildung.
@Frawie: Das soll Harimoto-Style sein? Wer das glaubt, sollte mal dringend zum Ohrenarzt. Da liegen mit Sicherheit einige Dezibel dazwischen. Und selbst wenn: Wo will man die Grenze ziehen?
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