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Alt 06.12.2021, 14:57
tiger123 tiger123 ist offline
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AW: Coronavirus allgemein (Covid-19, Virologen, Politik, aktuelle Lage, Impfung usw.)

Zitat:
Zitat von badera Beitrag anzeigen
Welchen Sinn macht die Betrachtung der Übersterblichkeit?
Rein hypothetisch nehmen wir an, dass zum Beispiel an Corona 1000 Menschen gestorben sind und durch Corona-Maßnahmen mindestens 1000 Menschen weniger an Grippe gestorben sind. Dann bleibt unterm Strich keine Übersterblichkeit. Was folgt daraus? Durch Corona gibt es keine Übersterblichkeit, wir können weiter machen wie zuvor und können die Maßnahmen streichen?
Ich sage mal die Betrachtung einer Uebersterblichkeit macht immer Sinn, weil es doch interessant ist zu wissen was der Grund dafuer ist, oder?
- Ist es eine aussergewoehnliche Phase der Untersterblichkeit zuvor?
- Grassiert eine toedliche Krankheit?
- Spielt das Wetter verrueckt?
- evtl. etwas anderes?

Deinem Argument nach, dass keine Uebersterblichkeit kein Hinweis dafuer ist, dass nicht ein Faktor der fuer eine Uebersterblichkeit verantwortlich ist, evtl. einfach nur durch einen anderen ausgeglichen wird, muesste man doch bei einer real existierenden Uebersterblichkeit doch noch viel genauer hinschauen?

Um es mal auf die aktuelle Situation zu beziehen:
- Wir haben Anticoronamassnahmen
- Wir hatten bis Ende Sommer 2021 in diesem Jahr definitiv im Schnitt keine Untersterblichkeit, sondern eher da auch bereits schon eine leichte Uebersterblichkeit
- Wir haben von KW 33 bis 46 (nur gut drei Monate) eine Uebersterblichkeit von 17475 Menschen (ueber 7%) bezogen auf den Median der 4 Vorjahre selbst wenn Corona-Faelle nicht mitgezaehlt wurden. Zum Vergleich: An und mit Corona starben im Vergleichszeitraum "nur" 7676 Menschen. (Quelle: Eigene Summierung der DEStatis Zahlen, Sterbefaelle fuer KW45 und 46 aus de Daten der Johns Hopkins Universitaet)
- Trotz Impfungen ist unsere Sterberate ein gutes Stueck hoeher als 2020, wo sich gerade die zweite Welle anbahnte.

Das bedarf doch mal einer genaueren Ursachenforschung, oder nicht?

Zitat:
Zitat von TPZ Beitrag anzeigen
... dann kann man sich die Lösung einfach machen (Impfung ist der Grund; Wobei der Sicherheitsbericht des PEI etwas anderes sagt*) oder einfach eingestehen, dass die Frage komplexer ist und man die (genaue) Antwort offensichtlich im Moment noch nicht hat.
Wenn aktuell über "mit und an" COVID-19 Verstorbenen berichtet wird, man sich unsere Bevölkerungsstruktur (Alterstruktur) ansieht und ermittelt hat, dass die allermeisten 1-3 Vorerkrankungen hatten... dann kann man neben vielen weiteren Einflussgrößen auch zu anderen Schlüssen kommen.
Dass die Beantwortung der Frage evtl. etwas komplexer ist und die genaue Antwort nocht nicht bekannt ist, denke ich auch. Welche anderen Schluesse meinst du hier?
Ich muss gestehen dass ich gegenueber den ans PEI gemeldeten Impfnebenwirkungen einen starken Bias in Richtung starker Untererfassung der eigentlichen Faelle habe.

Zitat:
Zitat von TPZ Beitrag anzeigen
Meine Antwort... man muss das beobachten und bei besseren Daten und Erkenntnissen ggf. handeln. Wer auf komplexe Fragestellungen/Probleme mit den simpelsten Antworten kommt (und wohlmöglich noch eine eigene Agenda damit transportiert), ohne Beweise dafür vorlegen zu können, erregt mein Misstrauen.
Nun da sind wir uns absolut einig, denn so geht es mir mit der, ich nenne es mal "Impfagenda". Die Impfung aller ist meiner Meinung nach nicht die einfache Loesung eines komplexen Problems. Die Immunisierung wird Escape-Varianten des Virus hervorbringen, gegen die wiederum geimpft werden muss, wenn man in der Logik bleibt. Es gibt Studien, die zeigen ein um ein Vielfaches reduziertes Risiko einer Reinfektion nach natuerlicher Immunisierung (ueberstandener Krankheit) im Vergleich zur Impfimmunisierung. Drosten hat gesagt, das "Boostern" sollte in Zukunft eigentlich besser durch natuerlichen Kontakt mit dem Virus passieren, als durch eine Auffrischungsimpfung.

Aber dass wir jetzt hier ueber das Thema diskutieren, ist doch schon einmal etwas.

Zitat:
Zitat von TPZ Beitrag anzeigen
Ergänzung:

There are concerns regarding post-acute sequelae of COVID-19, but it is unclear whether COVID-19 poses a significant downstream mortality risk. The objective was to determine the relationship between COVID-19 infection and 12-month mortality after recovery from the initial episode of COVID-19 in adult patients.
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Results: Of the 13,638 patients included in this cohort, 178 had severe COVID-19, 246 had mild/moderate COVID-19, and 13,214 were COVID-19 negative. In the cohort, 2,686 died in the 12-month period. The 12-month adjusted all-cause mortality risk was significantly higher for patients with severe COVID-19 compared to both COVID-19 negative patients (HR 2.50; 95% CI 2.02, 3.09) and mild COVID-19 patients (HR 1.87; 95% CI 1.28, 2.74). The vast majority of deaths (79.5%) were for causes other than respiratory or cardiovascular conditions. Among patients aged <65 years, the pattern was similar but the mortality risk for patients with severe COVID-19 was increased compared to both COVID-19 negative patients (HR 3.33; 95% CI 2.35, 4.73) and mild COVID-19 patients (HR 2.83; 95% CI 1.59, 5.04). Patients aged 65 and older with severe COVID-19 were also at increased 12-month mortality risk compared to COVID-19 negative patients (HR 2.17; 95% CI 1.66, 2.84) but not mild COVID-19 patients (HR 1.41; 95% CI 0.84, 2.34).
Discussion: Patients with a COVID-19 hospitalization were at significantly increased risk for future mortality. In a time when nearly all COVID-19 hospitalizations are preventable this study points to an important and under-investigated sequela of COVID-19 and the corresponding need for prevention.
...
Results

A total of 13,638 patients were included in the final cohort, of whom 178 (1.31%) were classified as severe COVID-19, 246 (1.80%) as moderate/mild COVID-19, and 13,214 (96.9%) as no COVID-19 patients. The characteristics of the sample split into the three groups of (a) mild/moderate COVID-19, (b) severe COVID-19 and (c) negative COVID-19 is shown in Table 2. Among COVID-19 PCR positive patients who were hospitalized beginning January 1, 2020, 86.5% of the patients had the ICD-10 code (U07.1) released in April, 2020 for a confirmed COVID-19 diagnosis. Figure 1 presents the Kaplan-Meier curves comparing the risk of mortality for all conditions by COVID-19 severity. The risk of mortality post COVID-19 infection is presented in Table 3. In both unadjusted and adjusted analyses, severe COVID-19 infection has a significantly increased risk compared to those with no COVID-19. In addition to the greater mortality risk relative to no COVID-19, the severe COVID-19 group had a significantly increased risk of death compared to the mild/moderate COVID-19 group in adjusted analyses. The mild/moderate COVID-19 patients were not at increased risk of death compared to the COVID-19 negative group.
Das Ergebnis dieser Studie wundert mich nicht. Die Frage ist wodurch kommt die Korrelation zustande? Sind Personen, die anfaellig fuer schwere Verlaeufe von SARS-CoV2 sind, auch anfaelliger fuer andere Erkrankungen, da evtl. immungeschwaecht, vorerkrankt, ...? Sind das Langzeitfolgen der SARS-CoV2-Erkrankung? Gibt es noch andere Faktoren? Wenn es eine Mischung von vielen Faktoren ist, welchen Anteil haben die einzelnen Faktoren?
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Tibhar Evolution EL-S 2.1 - DHS PG7 - Tibhar Evolution EL-S 1.9

Geändert von tiger123 (06.12.2021 um 15:04 Uhr) Grund: Quellenangabe hinzugefuegt
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