Hoi zäme
@Jancsi
Ich finde den Ansatz, mit dem RH-Schupf zu beginnen und als nächstes den VH-Topspin zu lernen, recht interessant.
Vorteile:
1. Schlägerneigung bleibt in etwa gleich, d.h. der Wechsel zwischen VH und RH ist sehr einfach.
2. Die meisten Anfänger, die in den Verein kommen, spielen meist einen RH-Schiebe-Schupf. Darauf aufbauend könnte dann im Verein der RH-Schneide-Schupf trainiert werden, um noch mehr US in die Bälle zu bringen.
3. Die Anfänger spielen die VH meist mit grosser Armbewegung, was einem VH-Topspin ähnlicher ist wie der tischnahe und bewegungsreduzierte Konter. Auch hier wäre eine natürlich Weiterführung zur langen VH-Bewegung mit viel Rotation (VH-Topspin) eine natürlich Forsetzung.
Nachteil:
1. Wie soll der VH-Topspin trainiert werden, da ja noch kein Blockspiel vorhanden ist? Konsequenterweise müsste mit RH-Verteidigung gearbeitet werden. Wäre jedoch eine sehr ungewöhnliche Lösung.
2. Wie lange soll mit dieser Einseitigkeit trainiert werden?
Was spricht eigentlich dagegen, von Anfang an zum RH-Schupf und VH-TS auch noch den VH-Block und den RH-Schuss mit einzubeziehen? Damit könnten schon komplette Spielzüge gespielt werden. z.B. RH-US-AS in die VH - VH-TS diagonal - VH-Block parallel - RH-Schuss... Tönt nicht mal so übel
@JanMove
Ich habe aus dem Jahre 1975 ein Taschenbuch von einem Werner Heissig, das "Tischtennis - Faszination des kleinen Balles" heisst. Der Autor beschreibt darin sieben Treib/Spin-Techniken. Die Reihenfolge lautet vom tischnahesten Schlag zum tischentferntesten Schlag:
1. Flip
2. Drive (Vergleichbar mit Spinkonter)
3. Kontradrive (Gegenzieher auf Drive)
4. Sidespin (mit Links- oder Rechtsdrall)
5. Treibspin (ca. der moderne TS)
6. Topspin (ein stark hochgezogener TS, vergleichbar mit Rotations-TS)
7. Ballon
Wenn ich's mir so recht überlege, existierte schon vor 30 Jahren ein voll entwickelte und recht differenzierte TS-Technik. Was sich in der Zwischenzeit geändert hat ist einzig das Frischkleben und die damit verbundenen kürzeren Bewegungen.
Gruss
Martin