Zitat:
Zitat von Haureinis Tango
Man kann sich endlos in Beliebigkeiten verlieren. Wenn Holz z.B. über einen bestimmten Punkt hinaus getrocknet ist, verliert es die Fähigkeit Luftfeuchte aufzunehmen oder abzugeben.
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Also das stimmt so selbstverständlich nicht. Holz behält seine hygroskopischen Eigenschaften im Tischtennisbau. Man könnte darüber diskutieren, ob die Verwendung von einem Epoxidharz eventuelle das Holz so versiegelt, dass es tatsächlich kein oder weniger Wasser aufnimmt.
Aber die reine Aussage, dass Holz ab einem gewissen Prozentanteil Holzfeuchte seine hygroskopischen Eigenschaften verliert, ist falsch. Um z.B. die Holzfeuchte zu bestimmen, wird unter anderem das Holz darrgetrocknet, sprich auf 0% Holzfeuchte getrocknet. Und sobald man dieses aus dem Darrschrank entnimmt, wird wieder Wasser aus der Umgebungsluft aufgenommen. Daher legt man die Proben in einen Exsikkator und wiegt diese so rasch wie möglich. Was Tango eventuell meinen könnte, ist der Fasersättigungsbereich (28-32% Holzfeuchte, je nach Holzart unterschiedlich), dieser wird bei 100% Luftfeuchtigkeit erreicht und hat seine Grenzen, will ich mehr Wasser ins Holz bekommen, muss ich zu anderen Mitteln greifen. Hat aber keine Relevanz für Tischtennishölzer.
Den eigenen Schläger nach dem Spielen und dem Putzen des Belages am Besten einfach lufttrocknen lassen und dann halt gut lagern. Also Raumklima.
Was natürlich auch ein Faktor sein kann, sind die Holzfeuchten der Furniere, welche die Hersteller bei ihren Hölzern beim Verkleben verwenden. liegen diese unter der normalen Ausgleichsfeuchte bei Normklima oder Raumklima z.B. 4% dann wird der Schläger zuhause auf ca. 12% Holzfeuchte kommen und somit Gewicht zulegen. Dagegen kann man schwer etwas machen. Eventuell sehr trocken lagern oder Silica Gel in die Hülle schmeißen und trotzdem wird es früher oder später zur Ausgleichsfeuchte im Schläger kommen.
Ich hoffe ich konnte helfen und das Ganze ein wenig klarstellen