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Alt 28.12.2021, 12:11
sasma sasma ist offline
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AW: Umstellung auf 4er Mannschaften schon zur kommenden Saison analog zu Thüringen möglich & sinnvo

Zitat:
Zitat von Mephisto Beitrag anzeigen
Die Vierermannschaften würden Tischtennis als Mannschaftssport begraben und nachhaltig Vereinsstrukturen, Identität und Ehrenamt schwächen.

Stoppt die Totengräber unserer Sportart und erhaltet die 6er-Teams als vereinsprägendes Sportartmerkmal bei den Herren. Bitte nicht leichtfertig das gefährden und beerdigen, was den Mannschaftssport Tischtennis ausmacht.

Finger weg von den 6er-Mannschaften!
Sorry aber da kann ich nicht zustimmen. In einigen Vereinen funktioniert auch Damen-TT als 4er-Teams. Das hat aber etwas mit dem Engagement der Ehrenamtlichen vor Ort zu tun und nichts mit der Mannschaftssollstärke.

Die persönlichen Erfahrungen der letzten Jahre mit den 4er-Teams auf Kreisebene (1.KK bis 3.KK) zeigen mir, dass Vereinsstrukturen, Identität und Ehrenamt durch die kürzere Spieldauer sogar gestärkt werden. Sicherlich hat die 4er-Sollstärke auch Schwächen (das fängt schon im Doppel an, wenn man ggf. Niemand hat, der zählen kann). Aber Vereinsstrukturen, Identität und Ehrenamt werden dadurch nicht geschwächt. Im Gegenteil.

Im Nachwuchsbereich gibt es ferner schon immer 4er-Teams (das hat natürlich organisatorische Gründe). Wie ich eben aber erst sehe, spielt der Bezirk Süd bzw. der Kreis Frankfurt im Nachwuchsbereich sogar durchgehend im Braunschweiger System (Mindestsollstärke 3 statt 4 wie im Bundessystem). Hiermit werden dann auch 25% mehr Mannschaften künstlich generiert und damit sogar eigene Argumente torpediert (z.B. kein Platz in der Halle für mehr Mannschaften). Das ist dann auch das falsche Signal. Stichwort: "Wasser predigen und Wein trinken".

Und nochmal: Ich bin nicht gegen die 6er-Teams. Nur gegen das Spielsystem mit 4-Stunden plus X. Alle Argumente dazu wurden hinreichend ausgetauscht.

Insgesamt würde ich mir aber mehr Einheitlichkeit im Tischtennis wünschen. Alle spielen in der gleichen Sollstärke und im gleichen Spielsystem (von der untersten Nachwuchsklasse bis zur Bundesliga). Und das entweder bis zum Siegpunkt oder alles wird durchgespielt. Das ist mir egal. Hauptsache einheitlich. Nicht selten komme ich in die Halle und es laufen drei Spiele parallel und jede Mannschaft spielt ein anderes System. Wie soll das noch ein Außenstehender (Sponsoren, Eltern, sportinteressierte Zuschauer) verstehen? TT ist eh schon ein komplexes Spiel, da muss man nicht auch noch x-verschiedene Regeln umsetzen. Das wird aber vermutlich leider immer ein Wunschtraum bleiben.

Zitat:
Zitat von Mephisto Beitrag anzeigen
Als Reflex auf weniger Mannschaften würde nicht an den Ursachen, sondern an den Auswirkungen rumgewerkelt. Ist eigentlich schon mal jemand auf die Idee gekommen, sich Erfolgsfaktoren funktionierender Vereine anzusehen und daraus Unterstützung für weniger gut funktionierende Strukturen abzuleiten.
In dem Punkt hast du recht !!! Vor allem der fettmarkierte Satz bringt es auf den Punkt. Das hat aber absolut nichts mit Sollstärken und Spielsystemen zu tun. Mit dem Thema beschäftigen sich im HTTV einige Leute intensiv. Die Bedeutung dieses Themas haben aber leider bisher noch zu wenige Leute erkannt. Zumal das kein 100-Meter-Sprint sondern ein Marathonlauf ist, bei dem man noch nicht mal weiß wo der Zieleinlauf liegt.

Geändert von sasma (28.12.2021 um 12:26 Uhr)
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