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Alt 27.01.2022, 17:17
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AW: Corona und Spielbetrieb

Zitat:
Zitat von Rudi Endres Beitrag anzeigen
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Geht man nach der Inzidenz stimmen deine Einwände. Die Politik orientiert sich aber in erster Line an der Krankenhausbelegung.
Richtet sich der STTB weiterhin nach den Inzidenzen, wird er sich selbst beschränken. Wer bei Inzidenz 200 Verlegungen ermöglicht, MUSS bei 1000 dicht machen.
Andererseits stehen wir im Wettbewerb mit anderen Sportarten, die womöglich die gesetzlichen Bestimmungen voll ausreizen.

Die Situation ist vertrackt.
Ziel der Politik muss u.a. sein, die Krankenhäuser nicht zu überlasten. Ziel eines Tischtennis-Verbandes muss es sein, den Tischtennissport zu fördern und das in einem sicheren Umfeld, in dem der Sport ohne Gesundheitsgefährdung betrieben werden kann. Und da ist die Ansteckungsrate einfach ein Mass für die Ansteckungsgefahr. Höhere Inzidenz (insbesondere in Zusammenhang mit Omikron) bedeutet höhere Ansteckungsgefahr. Und wenn die im November mit 200 als kritisch bewertet wurde, verstehe ich nicht wie eine Inzidenz von > 1000 insbesondere mit höherer Verbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante 2 Monate später als unbedenklich eingeschätzt werden kann. Und das wäre mMn Voraussetzung dafür, den Spielbetrieb zu starten.
Selbst wenn die Omikron-Variante ungefährlicher sein sollte, bedeutet schon der enge Kontakt zu einer infizierten Person - sofern man das ganze ernst nimmt - in der Regel häusliche Isolation mit entsprechenden Konsequenzen für Privat- und Berufsleben. Und das mit offenen Ende, da PCR-Tests zum zweifelsfreien Freitesten momentan ja schwer zu bekommen sind. Bei einer Infektion verlängert sich diese Zeitspanne dann noch. Zudem gefährdet man dann auch noch seine privaten Kontakte, insbesondere Mitglieder der vulnerablen Gruppe, und kann sich mit den gesundheitlichen und finanziellen Folgen herumschlagen. Für einen Selbstständigen, der nicht vom Schreibtisch im Home-Office arbeiten kann, bedeutet eine Infektion mal eben 2 Wochen Verdienstausfall.
Wie gut Corona im Hallensport zu kontrollieren ist, hat man ja auch bei der Handball-EM gesehen, in die die deutsche Mannschaft im professionellen Umfeld mit einem ausgeklügelten und lückenlosen Hygiene-Konzept gestartet ist und das Turnier dann mit 16 Infizierten beendet hat. Daraus kann man seine Schlüsse ziehen, muss man aber nicht.

Geändert von Powernoppe (27.01.2022 um 22:28 Uhr)
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