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AW: Regionalliga West 2004/2005
Unentspannte Lage
Die Situation beim Tischtennis-Regionalligisten TTG Müller-Munscheid spitzt sich immer mehr zu. Nach 16-jähriger Amtszeit kehrt Geschäftsführer Gunther Hellmann dem Verein den Rücken: Der 58-Jährige wechselt zur Rückrunde zu Rot-Weiß Stiepel, dann legt er auch das Geschäftsführer-Amt bei der TTG nieder. "Es muss ein Schlussstrich gezogen werden", sagt er und begründet seine Entscheidung so: Die Kameradschaft im Verein sei auf dem Nullpunkt angekommen, es fehle jegliches Engagement. Er schildert ein Beispiel: Per Brief hat er 14 Spieler angeschrieben, um einen Mannschaftsführer für die Bezirksliga-Mannschaft zu finden. Nicht eine Antwort hat er erhalten.
Kommunikation in einem Verein sieht anders aus, da geht man aufeinander zu und redet miteinander. Ob einem die eine Nase besser passt oder nicht. Dies ist die Basis für ein ausgewogenes Vereinsleben. Doch dieses Verhältnis bei der TTG war eher unentspannt - aber die Trennung führt keineswegs zur Entspannung der Lage im Verein bei. Denn: Wer ist noch bereit, sich "ehrenamtlich" zu engagieren? cob
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