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Alt 26.06.2001, 16:45
PeterHGB PeterHGB ist offline
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Beitrag von Bernd Müller

Das Kamasutra des Vatsyayana

Ein Überblick von
Carla Geerdes

Wissenschaftliche Beratung:
Hiltrud Rüstau

Das Kamasutra im Zusammenhang

Zur Entstehung des Kamasutra

Zur Person des Autors

Leserschaft des Kamasutra

Aufbau und Inhalt des Kamasutra


Das Kamasutra im Zusammenhang

Die Literatur des alten Indien befaßte sich mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen Fragestellungen. Abhandlungen und Lehrbüchern zu Themen
der Astronomie, Geometrie, Phonetik, Metrik, Grammatik, Medizin, Politik, Moral und Erotik wurden geschrieben gemäß dem Leitsatz: Wenn
etwas wert ist, getan zu werden, so ist es wert, gut getan zu werden.

Nach Auffassung der alt-indischen Hindu-Weisheit dient das Leben des Menschen einem dreifachen Ziel (trivarga): Dem Streben nach

dem Guten dharma (Gesamtheit der tugendhaften religiösen Werke als Grundlage für Familien, Zivilrecht und Verhaltenskodex,
Dharmashastra, verfaßt von Manu)
dem Nützlichen artha (materieller Besitz, irdischer Wohlstand, Arthashastra, verfaßt von Kautilya)
dem Angenehmen kama (Liebe und damit verbundener Sinnengenuß, Kamasutra, verfaßt von Vatsyayana)

Entsprechend dem Kamasutra sollen diese Ziele im Leben des Menschen gleichberechtigt verwirklicht werden, ohne daß einem dieser Bereiche ein
Vorrang eingeräumt wird. Das Streben nach einem der Ziele soll das Streben nach den anderen im Hinblick auf ein ausgefülltes und sinnvolles Leben
nicht beeinträchtigen. Die Vernachlässigung eines Bereiches führt zu einer eingeschränkten Stabilität und zu einem gefährlichen Ungleichgewicht im
Menschen. Das Praktizieren von dharma,artha und kama ermöglicht dem Menschen Glück und Sinnerfüllung in dieser und der darauffolgenden
Welt.

Sexualität und Erotik werden als wichtiger integraler Bestandteil des menschlichen Lebens angesehen wie die Nahrungsaufnahme, dienen sie doch
neben dem sinnlichen Genuß auch dem Fortbestand der Menschheit wie die Nahrungsaufnahme der Erhaltung des Körpers. Die Sinnenfreuden der
Erotik und Sexualität gelten nicht nur der Lebensfreude und dem psychischen Gleichgewicht, sondern sind auch der Weiterentwicklung im
geistig-spirituellen Bereich dienlich. Die Sinne werden als eine Verfeinerung des Körperlichen auf einer höheren Wahrnehmungs-und
Bewußtseinsstufe angesiedelt, wobei Sexualität und Erotik in letzter Konsequenz das Geheimnis des Lebens in sich bergen.

Zur Entstehung des Kamasutra

Das Kamasutra ist altindischen Überlieferungen zufolge von Prajapati, einer lange als Schöpfergott geltenden abstrakten Gottheit, in zehntausend
Kapiteln verkündet worden. Mahadeva (der Hochgott Shiva) soll es in tausend Kapitel zusammengefaßt haben, die von Shvetaketu, einem
philosophischen Lehrer und Sohndes Udalaka, auf fünfhundert Kapitel komprimiert worden sind. Das Kamasutra ist von Vatsyayana in Form von
sogenannten Sutrenin Sanskrit, der altindischen und bis heute lebendigen Gelehrtensprache, niedergeschrieben worden. Sutras sind Direktiven oder
Gedächtnisstützen für den Eingeweihten, aphorismenhafte kurze Aussagen in Prosa, die ohne Kommentare kaum verständlich sind. Es handelt sich
hierbei um vermutlich zunächst noch mündlich abgefaßte Vorläufer von Lehrbüchern. Die dem Kamasutra zugrundeliegende Abhandlung des
Shvetaketu ist verlorengegangen. Die heutzutage vorliegenden Übersetzungen des Kamasutra aus dem Sanskrit stützen sich auf anerkannte
Kommentare aus zumeist späteren Jahrhunderten.

Zur Person des Autors

Über das Leben des Autors Mallanaga Vatsyayana liegen keine Angaben vor. Vermutlich ist das Kamasutra von ihm um 250 n.Chr. verfaßt worden.

Das Kamasutra ist in geistiger Konzentration und Keuschheit des Autors entstanden, wie er am Ende betont.



Nun wenn Du recherchierst lieber Bernd Müller,
dann machs richtig!!!
nicht immer nur Auszüge wie du es gerne haben willst!!

Ich bin bestimmt nicht der schlaueste, aber ich werde hier auch niemand beleidigen...
So dies war mein letzter Beitrag zu Dir...
PS: weiss immernoch nicht....was daran Schweinisch iss???.....smile
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