Einzelnen Beitrag anzeigen
  #329  
Alt 27.10.2004, 13:40
User 1878 User 1878 ist offline
Foren-Stammgast 4000
 
Registriert seit: 04.09.2001
Beiträge: 4.040
User 1878 trifft öfters den Nagel auf den Kopf (Renommeepunkte mindestens +100)User 1878 trifft öfters den Nagel auf den Kopf (Renommeepunkte mindestens +100)
AW: Keine Macht den Noppen

Da will ich mich als verpönter Glattlangnoppi doch auch mal beteiligen:

Festzuhalten ist offensichtlich

1. Es gibt gute und böse Noppenspielsysteme:
Gut sind die Leute, die mit den Noppen (griffig) vom Tisch gehen und dann noch nen Vorhandtopspin ala Joo See Hyuk haben. Das ist erlaubt und führt wohl auch unzweifelhaft mindestens in die zweite Liga. Alle Feint Long, Curl P1r usw - Nutzer, die das nicht draufhaben, sollten am besten eh aufgeben und spielen nur gaaaanz fies gewinnorientiert (was für ne gemeine Sache)

2. Jemand der in höheren Klassen mit seiner Glattnoppe über den Tisch rutscht und dann wohl auch mehrfach in Folge variable (Spin-) Attacken seines Gegners zum eigenen Vorteil nutzen kann, kann dies nur, weil seine Noppe (NIEMALS er selbst) ganz böse, gemeine Bälle zaubert. Böser, verhexter Belag.

3. Unterhalb von vielleicht Bezirksniveau sollte man Glattnoppen ohnehin verbieten, weil die armen NI-Spieler das nicht verstehen.

Leicht (oder auch massiver) überspitzt vorgetragen, aber m.E. doch den Kern vieler Aussagen hier treffend.

Ich kenne Leute, die spielen RL und OL mit Glattnoppen und verfügen dementsprechend über außergewöhnlich gute Reaktionen sowie eine hohe Plazierungsgenauigkeit und ein sehr gutes Handgelenk. Oft genug kommt dann noch n guter VH-Topspin/Schuß dazu. Oder glaubt hier jemand, bloßes immer gleiches Schlägerhinhalten genüge da?
Ich persönlich freue mich sehr, gegen nen anderen Glattnoppi (auch hochklassig) zu spielen, verliere höchst selten und genieße dieses "Schach"-spiel oft sehr. Das sind oft genug ebenfalls die nettesten Matches, weil beide um die Schwierigkeiten des gegnerischen Spielsystemes wissen und die Qualität der gegnerischen Bälle oft genug mit einem Zwinkern kommentieren.

Jemand, der ohne Angriffsball nur eine Glattnoppe über den Tisch schiebend, TT spielt, bringt es maximal bis auf untere Bezirksebene und schon dort wären zumindest sehr fixe Beine erforderlich (erster Topspin weit in die VH/zweiter weit in die RH).

Die Mär von den bösen unberechenbaren Flatterbällen, die die fiese Glattnoppe produziert, ist schlicht unwahr. Neben dem Anti ist ne glatte Noppe nun wirklich so ziemlich das berechenbarste, was es gibt. Wer als Gegner Probleme mit viel Unterschnitt hat, sollte halt verhindern, dass der zustande kommt. So einfach ist das.

@Spinmonster:
Wenn Dein Gegner mit der VH nur nen Aufschlag machen konnte, den Du dann auch noch jeweils punktbringend verwandeln konntest, ist Deine Gesamtleistung in diesem Spiel wohl eher maximal 4-. Viel leichteres Spiel kann ich zumindest mit nem Gegner nicht haben.

Gruß Tom
Mit Zitat antworten