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Alt 01.02.2022, 17:24
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: Fußball Bundesliga Saison 2021/2022

Die Bundesliga hat ein Problem und das heißt Premier League. Die Vereine schaufeln sich mit ihrem Beharren auf 50+1 und der Hoffnung nach der Methode "Pferdehandel" reich zu werden ihr eigenes Grab.

Ein Produkt "Bundesliga" braucht Stars. Hat man die nicht zahlen Sponsoren weniger, die TV Rechte werden billiger, der Merch sinkt. Man spekuliert auf hohe Ablösen, vergisst aber, dass Stars auch für Umsatz sorgen.

Bayern hat es ja vorgemacht. Man war 2007/08 am Rande der internationalen Bedeutungslosigkeit, selbst Ballack konnte nicht gehalten werden und Lahm und andere waren fast schon auf dem Absprung. In der Zeit hat man sich dreimal Kapital beschafft (> 300 Mio) und man hat alle drei Kapitalgeber auch langfristig als Sponsor eingebunden (> 100 Mio p.a.)

Und dann hat man eingekauft. Ribery, Toni, Gomez, Robben, Neuer, Martinez und die Stars gehalten. Man ging auch die Gehälter von Real/United etc. mit und tut das noch heute. Auch wenn man gerne auf "Arm" macht.

Letztendlich hat diese Taktik mehr eingebracht als sie gekostet hat. Man konnte den Umsatz zu damals (ohne Corona) fast verdreifachen und die Gewinne wuchsen mit.

Corona ist bei den anderen Bundesligisten auch eine willkommene Ausrede. Die Abgänge gibt es seit Jahren.

MMn. ist auch Hertha mit den 370 Mio den völlig falschen Weg gegangen da hauptsächlich Verbindlichkeiten auszugleichen. Beim aktuellen Niveau für Fremdkapitalkosten völlig sinnfrei. Hätte man richtig eingekauft und wäre in die CL gekommen hätte man seinen Umsatz schon deutlichst erhöhen können. Jetzt hat man nichts und das Geld ist futsch.

Ich kann auch dieses "in Steine investieren" nicht mehr hören. Das Geld holen die Stars rein. Die sind interessant für Sponsoren, die schießen dich in die CL, die sorgen für Auslandsvermarktung der TV-Rechte.

Einfach mal auf die Abstimmung zur Weltfußballerwahl gucken. Lewandowski hat da Stimmen von überall auf der Welt bekommen. Man kennt ihn da und damit auch Bayern. Bayern hat weltweit die meisten Trikots verkauft. Mehr als Real und PSG. Und auch da lohnt sich der Investor. Bayern bekommt von Adidas mehr pro Trikot als Real oder United. Man wächst im Ausland massiv.

Summasumarum geht so etwas aber nur mit Kapitalzufluss. Man könnte auch sagen die Liga spart sich kaputt. Alle Bedenken gegenüber Investoren teile ich nicht. Wo steht Chelsea, wo der HSV? Wo City und wo Schalke? Wo Arsenal und wo Bremen?

Es ist einfach Zeit für eine große Kapitaloffensive. Die 4 Werksklubs in der Bundesliga wollen nicht und haben auch keine großartige Fanbase, wobei es Leipzig noch am geschicktesten macht.

Und Gladbachs Wohl und Wehe hängt sicher nicht an Zakaria. Deren Wohl hängt davon ab, dass man auch mal die alte Popularität nutzt und Spieler im Kader hat, die man nicht nur am Niederrhein kennt und die auch mal einen Zuschauer in den USA oder China hinterm Ofen hervorlocken.

Selbst ich kann mittlerweile Spieler aus der halben Premier League herunterbeten. Aber frag mich mal wer in Hoffenheim oder Gladbach spielt.

Geändert von Noppenzar (01.02.2022 um 17:27 Uhr)
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