|
AW: DHS Nittaku Hurricane Pro 3 Turbo Blue
So, nun hatte ich die Chance den Belag endlich mal in die Halle auszuführen und kann von meinen ersten Eindrücken berichten.
Vorab, ich war wegen einer Verletzung über ein Jahr nicht an der Platte, daher bin ich auf jeden Fall noch etwas eingerostet. Nachdem ich nun das erste Mal wieder trainiert habe, kann ich aber sagen, dass ich schon zumindest ein paar Aussagen treffen kann. Vor meiner Auszeit lag ich ungefähr bei 1700 TTR, allerdings habe ich heute rein von der Sicherheit etwas schwächer gespielt, was sicherlich nicht am Belag lag. Getestet wurde auf einem Stiga Johansson von ca. 1970(fünfschichtiges Vollholz). Mein Exemplar kann man im all+ bis off- Bereich einordnen.
Der Belag ist knallhart. Mit Abstand das härteste was ich bisher gespielt habe und wahrscheinlich auch so ziemlich das härteste was im Moment auf dem Markt ist.
Mein Eindruck vom Dotztest hat sich dahingehend bestätigt, dass der Belag zwei Gesichter hat und sich generell ziemlich linear spielt.
Wenn man mit wenig Kraft spielt, wie zu Beispiel beim kurz kurz oder beim Schupfen, dann kommt nicht viel raus, was wirklich sehr Angenehm ist. Ich hatte hier trotz Auszeit eine gute Kontrolle und mein Trainingspartner, der ohnehin schon ein etwas besseres Niveau hat als ich, hat mir die Qualität dieser Bälle bestätig. Sie kamen schön kurz und tauchten nach dem ersten Auftreffen an der Balle schnell ab. Schnitt war hier auf jeden Fall vorhanden.
Bei Schlagtechniken mit etwas mehr Kraftaufwand, zeigt der Turbo Blue dann seine andere Seite. Absolut nicht zu vergleichen mit einem klassischen ungetunten H3, sondern einige Stufen schneller. Den Ballabsprung würde ich als hoch bis sehr hoch bezeichnen, was dazu führte, dass die ersten Konterbälle weit über die Platte hinaus gingen. Ich habe das nochmal mit dem Schläger meines Partners verglichen (Butterfly Korbel mit zwei mal Hexer), wo der Absprungwinkel wesentlich niedriger war. Auch mein Kollege spielte dann erstmal die ersten Bälle mit dem Turbo Blue weit über die Platte.
Zum Topspin Spiel kann ich nicht allzu viel Sagen, da ich erhebliche Probleme mit der Konstanz hatte. Ich habe es nach der langen Zeit nicht geschafft mehr als fünf Topspins mit einer guten Qualität hintereinander zu spielen. Lag sicher nicht am Belag, sondern an meiner Beinarbeit und auch meinem Timing(relativ viele Kantenbälle). Rückmeldung war aber hier auch, dass ordentlich Spin in den Bällen war. Wenn man den Ball gut beim Topspin trifft kann man echte Raketen abfeuern, die eine gute länge haben. Man merkt dort eine gewisse Direktheit und auch eine größere Dynamik, als ich erwartet habe.
Das Blockspiel war phänomenal. Hier hatte ich das Gefühl sogar besser als zuvor zu performen. Bei einer Übung (Block in die VH, Mitte, RH, Mitte, VH...) habe ich eine Sicherheit wie bisher noch bei keinem anderen Belag verspürt. Die Bälle ließen sich sehr genau platzieren und hatten ein gutes Tempo. Pressblocks und Schüsse gingen außerordentlich gut. Ich habe kaum einen Fehler bei dieser Übung gemacht auf wirklich sehr ordentliche Topspins.
So, viel mehr kann ich nach dieser Einheit nicht sagen. Ich werde natürlich weiter mit dem Chinareifen spielen, da ich nach der längeren Pause keinen Sinn darin sehe groß zu testen. Wahrscheinlich ist der Belag auch nicht die schlechteste Wahl derzeit, da er im aktiven Spiel nicht sehr fehlerverzeihend zu sein scheint und ich so wieder lerne präzise zu spielen.
Falls es also noch Fragen gibt, kann ich bestimmt in einigen Wochen nochmal berichten.
|