Zitat:
Zitat von Rudi Endres
STTB:
Aufgrund verschiedener Meinungsäußerungen zum Spielbetrieb von Vereinen im STTB haben das Präsidium und die zuständigen Spielausschüsse am 29./30.01.2022 über die aktuelle Situation beraten. Gemäß unserer Satzung sind ohne die Feststellung einer pandemischen Lage die Ausschüsse für den Sportbetrieb zuständig. Das Präsidium kann dabei lediglich beratend zur Seite stehen. Die Ausschüsse fassten folgende Beschlüsse:
Ausschuss Erwachsenensport
Der Ausschuss Erwachsenensport hat mit knapper Mehrheit entschieden den Spielbetrieb fortzuführen und die Saison nicht zu unterbrechen.
Die Spielleiter werden angehalten die noch offenen Spielpaarungen der Vorrunde dann zu löschen, wenn der Rückrundentermin feststeht und die Spielpaarungen in der Rückrunde neu zu erfassen. Die Spiele der Vorrunde, die in der Rückrunde ausgetragen werden, müssen in der Rückrundenaufstellung gespielt werden. Vom zuständigen Vorsitzenden des Ausschuss Wettspielordnung im DTTB wurde uns dies explizit bestätigt.
Da die Politik keine pandemische Lage beschlossen hat, kommt der Abschnitt M der DTTB-Wettspielordnung nicht zum Tragen. Für Spielverlegungen gelten daher die bekannten Vorschriften der Wettspielordnung. Wir appellieren aber an die Spielleiter mit Spielverlegungen für den Fall kulant umzugehen, wenn sich beide Mannschaften auf einen neuen Spieltermin einigen konnten bzw. können.
Den Verantwortlichen im STTB ist die aktuelle Lage bewusst. Unabhängig von der nun getroffenen Entscheidung ist es nicht möglich allen Vereinen, Mannschaften und Spielern gerecht zu werden. Auch ist bekannt, dass die Fortsetzung des Spielbetriebs in den Vereinen sehr kontrovers diskutiert wird. Mit der getroffenen Entscheidung besteht nun aber Klarheit.
Ausschuss Jugendsport
Auch der Ausschuss Jugendsport hat beschlossen die Saison 2021/22 fortzuführen. Eine telefonische Umfrage unter den Vereinen, bei denen Nachwuchsmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen, hat ergeben, dass eine große Mehrheit die Fortsetzung des Spielbetriebs wünscht.
Ausschuss Seniorensport
Der Ausschuss Seniorensport hat entschieden den Spielbetrieb bis zum 02.03.2022 (Ferienende) zu unterbrechen. Mannschaften können aber in beiderseitigem Einvernehmen in dem genannten Zeitraum ihre Spiele austragen. Über die genaue Umsetzung informiert der Seniorenwart die betroffenen Vereine.
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Die Lösung des STTB, einer Gruppe von SpielerInnen die unter den momentanen Umständen spielen wollen, Mannschaftswettkämpfe zu ermöglichen besteht also darin, alle anderen SpielerInnen die aus nachvollziehbaren Gründen (Ansteckungsgefahr aufgrund von Rekordinzidenzen und Omikron, Kontakt zur vulnerablen Gruppe privat und/oder beruflich, wirtschaftliche Gründe infolge von Infektion/Quarantäne/häuslicher Isolation etc.) momentan nicht spielen wollen dazu zu nötigen, innerhalb von 3 Monaten bis zu 14(!) Mannschaftswettkämpfe - also etwa doppelt (!) soviele Spiele wie in einer normalen Saison in diesem Zeitraum - durchzuführen und dabei ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer privaten und beruflichen Kontaktpersonen zu gefährden???
Unfassbar und in meinen Augen unverantwortlich!!!
Lediglich für den Seniorenspielbetrieb wurde eine verantwortungsvolle und nachvollziehbare Regelung (Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 02.03., danach vorrangige Durchführung von ausgefallenen Vorrundenspielen) getroffen, da die Infektionslage hier scheinbar als bedenklich eingeschätzt wurde.
Aber, ist dem Verband eigentlich bekannt, dass es in den Seniorenklassen zwar keine Spieler gibt, die das Seniorenalter noch nicht erreicht haben, der Schluß dass es in Aktivenklassen keine Spieler gibt die das Seniorenalter bereits erreicht haben aber NICHT gilt? Das Gegenteil ist der Fall! Der Anteil von SpielerInnen mit Seniorenspielberechtigung in Aktivenmannschaften ist signifikant! In der Saarlandliga liegt der Anteil in den Stammformationen bei über 40% (konservativ geschätzt), in den Ligen darunter vermutlich zum Teil deutlich höher. Wenn die Aufnahme des Spielbetriebs für Seniorenmannschaften offensichtlich als bedenklich eingeschätzt wird, frage ich mich, warum das für SeniorenspielerInnen in Aktivenmannschaften nicht gilt. Konsequenterweise hätte der Verband Aktivenmannschaften, die SeniorenspielerInnen in ihren Reihen haben, auch ermöglichen müssen, die Runde wie im Seniorenspielbetrieb bis zum 02.03. auszusetzen.
Noch 2 abschliessende Meinungen zu der Mitteilung des Verbandes.
Zumindest einigen Verantwortlichen im STTB ist die Situation ganz offensichtlich NICHT bewusst.
Ich habe für viele Sachen Verständnis und ich kann mir vorstellen, dass die momentane Situation für die Entscheidungsträger im Verband nicht einfach ist, aber insbesondere für die Entscheidung bzgl. Aktivensport kann ich kein Verständnis aufbringen!