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AW: WTT Youth Series 2022
Josephina Neumann hat in der ersten Runde gleich mit 1:3 gegen die Französin Hochard verloren.
Sie war an 4 gesetz, hat aber gestern schon ein Spiel in der Gruppe verloren. Auch gegen eine Französin mit Noppen (?) auf der Rh.
Ich habe mir beide Spiele angeschaut und war doch etwas ernüchtert, da ja Josie als das große Talent nach Annett gilt.
Sie hat tolle Ansätze und ist im schnellen Spiel ganz gut, aber ich finde das "französische Spiel" hat irgendwie eine ganz andere Qualität.
Eigentlich lohnt es sich da einen eigenen Thread dazu aufzumachen (wahrscheinlich gibt es den schon).
Was mir bei beiden Französinnen aufgefallen ist:
- höhere Aggresivität (riskanter, härter)
- höhere Flexibilität (Umstellung der Taktik)
- höhere Variabilität (z.B. das Spielsystem der Französin aus dem Gruppenspiel kenne ich bei unseren Top-Mädels nicht).
- Aber auch mehr und bessere Aufschlagvarianten: Beide Französinnen haben in kritischen oder entscheidenden Situationen einfach den Aufschlag so variiert, dass Josephina den Aufschlag größtenteils nicht auf den Tisch gebracht hat
Das "deutsche Spiel" kommt mir häufig sehr schematisch vor.
Jetzt kann man ja sagen, Josephina ist noch so jung und nur EINE deutsche Spielerin, aber sie ist sicherlich die vielversprechendste Spielerin nach Annett Kaufmann.
Ich sehe häufig, dass sich bei Spielern z.B. in den Aufschlägen im Lauf der Jahre gar nicht mehr so viel verändert und nur noch an Feinheiten und Sicherheit geschraubt wird. Und diese Aufschläge waren doch sehr brav, wenig überraschend.
Generell kommen da aus Deutschland zu wenig spielerische Innovationen.
Es wird ja immer noch erzählt, wie wenn Dima die Rh-Banane erfunden hätte, was meiner Meinung nach nicht der Fall ist.
Und dann kommt eine Hina Hayata und spielt plötzlich einen Unterschnitt Flip, wie ich ihn zuvor noch nicht gesehen habe.
Ich merke, ich drifte vom Thread ab...
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