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Zitat von FanaticTT
Heute gab es ja einen Newsletter vom HTTV, wundere mich, dass dieser hier noch nicht thematisiert wurde.
Ab 24/25 soll hessenweit in 4er Teams gespielt werden, begründet wird das ganze mit stark rückläufigen 6er Mannschaften in den letzten 10 Jahren und gleichzeitig einem sanften Anstieg an 4er Teams.
mMn haben wir in Hessen aber immer noch eine sehr gut funktionierende Bezirksebene mit vielen motivierten Teams und kleinen sympatischen Vereinen. Wieso man die jetzt alle zwingen will ihre seit Jahren eingespielten 6er Teams zu zerstören und auf 4er Teams herunterzubrechen erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Da werden sehr sehr viele Sportler enttäuscht sein und mit dem Gedanken spielen aufzuhören denke ich.
4er Teams auf Kreisebene wunderbar, aber auch BK,BL,BOL Niveau für den ambitionierten Tischtennisspieler ist ne 6er Mannschaft mMn weiterhin unabdingbar und wäre völlg wahnsinnig das nicht so fortzuführen.
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Absolut richtig!
Hier der Link zum Newsletter vom HTTV (Bezirk Nord)
https://www.httv.de/bezirk-nord/news...worum-geht-es/
Warum demnach zwanghaft nach einer Grundlage für eine Umstellung auf 4er-Mannschaften suchen, wenn nicht das 6er-System das Problem, sondern die Probleme in der Vereinsstruktur für die Umsetzung jenes 6er-Systems das Problem sind? Das wurde doch bei den deutlichen Umfrageergebnissen für den Erhalt von 6er-Mannschaften z.B. im Kreis Frankfurt (>70%) mehr als deutlich!?
Ein 60 Jahre altes bestehendes u. gut funktionierendes Spielsystem gegen ein 4er-System austauschen, ohne die tatsächlichen, strukturellen Probleme von Vereinen (ferner: Verband → Verbesserung der Kommunikation u. Transparenz) anzugehen, wäre fahrlässig.
Wenn das 3. Paarkreuz entfiele, wird die absolute Zahl an Stammspielern beim HTTV (allein wg. Umstellung) garantiert reduziert:
a) 1/3 hört auf
b) 1/3 dient als Auffüllmasse/Kaderaufblähung
c) 1/3 wird weiterspielen
Zu einem weiteren Aderlass an Spielern wird auch die Umsetzbarkeit von 4er-Teams für Vereine sein →
1/3 mehr Mannschaften melden zu müssen, ohne Aussicht auf Erweiterung der meist städt. / kom. Hallenbelegungszeiten sowie der Hallenkapazität sind Gift für ansässige Vereine, da sie letztlich in ihrer Größe auf ein Obermaß beschnitten werden. Zudem unnötig für die Attraktivität des gesamten TT-Sports, meine ich.
Sprich: Die flächendeckende Umstellung auf 4er-Mannschaften garantiert mir ein Wegfall an Spielern, ohne, dass hieraus nun nachhaltigere Strukturen entstünden oder der Mitgliederschwund dadurch aufgehalten würde.
Wo ist der Vorteil?
Eine solche Umstellung ist sozusagen auch ein Eingeständnis der Befürworter von 4er-Mannschaften, dass es hierbei zu einem beträchtlichen Spielerverlust kommen wird. Dafür kann man sich nicht wirklich stark machen.
Die grundlegenden Probleme des langjährigen Mitgliedeschwundes innerhalb der/des Vereine/Verbands sind weitaus tiefgründiger und werden sicher nicht durch ein abgespecktes Spielsystem beseitigt. Und in 10 Jahren (sollten 4er-Teams personell dann auch nicht mehr laufen) sind die jetzigen Befürworter diejenigen, die sich als Erstes für 3er-Mannschaften stark machen werden.
Nachhaltigkeit? Weitsicht? Problemlösungsansätze?
Das ist Anpassung, nicht Ursachenforschung und schon gar nicht Behebung eines Problems.
An die Bezirkswarte:
Bitte 6er-Spielsystem zumind. auf BK/BL/BOL Ebene beibehalten. Man zerstört sonst mehr, als man meint Gutes zu tun!