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Alt 19.02.2022, 08:05
CZ75 CZ75 ist offline
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AW: Kombination mit Material um Gegner zu nerven

Zitat:
Zitat von maxloop Beitrag anzeigen
Das ist zwar jetzt eher offtopic weil grundsätzlich, aber die ganze Fragestellung des Threats muss man mit Vorsicht genießen. Um den Gegner mit Material zu nerven, muss man auch die nervenden Techniken, sprich Störspiel beherrschen sonst limitiert einen Material mehr als es einem bringt. Aber auch so Überlegungen wie: Noppe für weniger Fehler bei Aufschlagannahme ist halt fragwürdig. Wenn ich dem Noppenspieler Aufschläge mit viel Spin in die Vorhand spiele kann er sie natürlich mit der (Noppen-) Rückhand annehmen, aber er steht dann halt danach total falsch. Da brauchst dann schon einen Rückschlag mit viel Qualität und schnelle Beine um von dort aus noch gut ins Spiel zu kommen.
Ich kann dem beipflichten. Um den Gegner nerven zu können, muss schon eine auf das Material angepasste Technik erlernt werden. Selbst ich schieße mit meinen etwa 1.200 TTR-Punkten (3. KK) so ziemlich alles ab, was halbgar zurückkommt. Es fängt schon mit der Aufschlagannahme an. Ich merke nach zwei bis drei leeren, schnellen und mit leichtem Überschnitt gespielten Aufschlägen, ob jemand das eigene Material verstanden hat. Wenn nicht, ist es gefundenes Fressen, etwa das Material gezielt anzuspielen bis sich jemand in die vermutlich gute Vorhand bewegt um dann in die Lange Vorhand zu spielen. Andere Schwäche der Materialspieler, die ich bemerkt habe, die vor allem erfolgreich Aufschläge annehmen wollen und im übrigen nicht das Material erlernen: Statt Schupfduellen ein sanft gestreichelter hoher (!) Topspin in die Rückhand. Spätestens hier geht der Ball höchstens noch zufällig auf meine Seite. Naja, mir fallen noch ein paar weitere bewährte Taktiken gegen diese Spielstrategie ein, die es mir eher leicht machen das Spiel eher „ungenervt“ zu beenden.

Umgekehrt, wenn jemand das Material „lernt“ und damit umzugehen weiß, kann es eine starke Ergänzung des Spielerfelds sein. Da habe ich schon schimpfende Topspinspieler gesehen, die gegen eine gut beherrschte Noppe (oder Anti) mit Schlägerdreher und immerzu möglichen spontanen Angriffen kein erkennbares Rezept hatten.

Ich finde den Ansatz „Gegner zu nerven“ ganz charmant, weil ich guten Materialspielern auch gerne zusehe und das Spiel attraktiv, abwechslungsreich und bereichernd für unseren Sport finde. Alleine schon die Variationen nah am Tisch, weg von Tisch oder beides im Wechsel können erfolgreich und spannend sein - und den Gegner stark fordern. Andererseits glaube ich, dass es sogar anspruchsvoller ist das Spiel mit Material auf ein entsprechendes Niveau zu heben als mit den „normalen“ NI-Belägen. Je „ekelhafter“ der Störeffekt, desto anspruchsvoller das Erlernen, wenn man mich fragt. Daher wäre meine Empfehlung: Wenn wenig Training vorgesehen ist, das gezielt mit dem Material erfolgt, nehme man lieber etwas moderates Material und nicht zu „ekelig“, da sonst die Fehlerquote überproportional zu- und der Spaß womöglich abnimmt.

So viel zur Meinung, wenn Spielerfolg auch einen hohen Stellenwert hat. Steht dagegen der Spaß im Vordergrund ohne größeren Wunsch nach Erfolgen, ist jedes Material gut. Dann gilt das Motto: Hauptsache es macht mir Spaß.
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Angriff ist die beste Beleidigung.
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