Einzelnen Beitrag anzeigen
  #255  
Alt 19.02.2022, 23:57
CZ75 CZ75 ist offline
Wiedereinsteiger
Foren-Stammgast 500
 
Registriert seit: 27.09.2021
Ort: Niedersachsen
Alter: 41
Beiträge: 619
CZ75 ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)CZ75 ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)CZ75 ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)CZ75 ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)CZ75 ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)CZ75 ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)CZ75 ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)CZ75 ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)
AW: Nittaku Factive

Zitat:
Zitat von Power-Seven Beitrag anzeigen
Das wird das Problem möglicherweise nicht lösen können, denn auch da sind die Unterschiede zwischen COPPA und VARIO, MARK V und MARK V GPS, Rapid und Rapid Soft, SRIVER L/EL/FX und und und ja durchaus vorhanden und vergleichbar mit den Unterschieden zwischen moderneren Belägen.

Wenn man da mal in der Mikro-Optimierungs-Falle steckt, kann es auch bei Klassikern ein endloses Thema werden, bei der Schwammdicke angefangen.
Da sprichst du einen Punkt an, den ich nicht widerlegen kann. Die Klassiker bieten zuweilen noch mehr Schwammstärken an als es sie heute bei den modernen Belägen gibt. Dazu kommt, dass auch die Klassiker ihre markanten Unterschiede hatten.

Ich kann mich erinnern, dass ich in meiner Schüler-/Jugend-Zeit immer die "Standard-Variante" jener Beläge spielte. Es waren schlicht Sriver, Tackiness D und Mark V. Rückhand dünner, Vorhand dicker. Der Gedanke dabei: Vorhand hatte mehr Schlagkraft und der Schwamm musste dicker sein, um den Belag nicht durch das Holz zu limitieren. Habe ich damals nicht einmal so verstanden wie heute, es klang aber plausibel. Holz: "Kontrolle" und Ballgefühl. Dabei war bei der Auswahl und beim Kauf und dem Ausprobieren im Laden vorher nur bekannt: Beidseitiger Topspin auf alles, was möglich ist. Nicht zu viel Geschwindigkeit, sondern Spin und Platzierung. Der Verkäufer gab einen passenden Klassiker-Tipp, es wurde getestet, für gut befunden. Dann war die Wahl einfach. Die Technik wurde im Training an die Holz-Belag-Kombination angepasst. Kurzum: Die Mikrooptimierungsfalle wurde gar nicht eröffnet. Kleines Aha-Erlebnis dazu: Ich habe das Gefühl, dass ich bei der Vorhand, die bei mir mittlerweile brauchbar ist, bei den Grundschlägen grundsätzlich jeden topspingeeigneten Belag mit jedem Holz spielen könnte. Den Rest kann ich durch Training ausgleichen. Die Rückhand entwickelt sich in die gleiche Richtung. Eigentlich einfach. Und doch kann ich heute sagen, dass die kleinen Unterschiede im Zuge des Durchlebens der Mikrooptimierungsfalle doch etwas ausgemacht haben, sodass ich mit der einen Kombi spontan glücklich(er) war und die anderen Möglichkeiten auf einmal uninteressant wurden. Meine Wahl war getroffen. Endlich rückte in den Fokus: Training, Spiele gegen möglichst viele verschiedene Gegner, Training.

Ich heute, alter Mann, steckte also auch eine Weile in dieser Optimierungs-Falle. Am Ende bin ich bei dem gelandet, was mein Bauchgefühl mir von Anfang an sagte: Kontrolliertes und gefühlvolles Holz, harte Beläge mit viel Spinmöglichkeit. Und doch war die Reise dorthin eine kleine Odyssee mit viel Spaß und am Ende einem guten Ergebnis. In diesem Sinne wünsche ich jedem, der etwas sucht: Einerseits Mut zur Lücke (Holz-Belag-Kombination kaufen) und den Rest trainieren. Andererseits maximale Freude am Sport, sei es eben im Zuge der Mikrooptimierung.

Nicht zuletzt fällt mir ein, auch wenn ich keine neue Baustelle eröffnen möchte: Gehen die Bälle häufig unkontrolliert ins Nirvana (und nicht ins Netz), ist das Material vielleicht doch noch zu schnell für einen selbst. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Holzwahl da die größte Bedeutung zukommt und die Beläge nur Nuancen ausmachen.
__________________
Angriff ist die beste Beleidigung.
Mit Zitat antworten