Ich selbst wusste auch gar nicht so viel. Das hat mein Vater wohl eher in den Raum geworfen, der von Kindesalter an Tischtennisspieler ist. Wenn er sagte, ich kann angreifen, wann immer ich will, habe ich das gemacht. Es klappte. Er hat mir gezeigt, dass fast alle Bälle angegriffen werden können. Er hat mir einfach diese Dinge abgenommen und die Fachgespräche mit dem Verkäufer geführt. Ich habe gelauscht und gelernt. Die Kataloge habe ich nach dem Kauf mitgenommen und nachgelesen, wo sich mein Holz und meine Beläge wiederfanden. Ich habe die Eigenschaften meiner Kombination nachgelesen und mir gedacht: Ein Allroundholz mit viel Kontrolle. Aha, ich muss also kontrolliert spielen im Gegensatz zu den Beschreibungen der Off-Hölzer. Aha, ich habe recht offensive und spinnige Beläge. Dann ist mein Spiel das Topspinspiel. Okay. Klingt gut. Bei dem Gedanken offensiv mit Spin zu spielen gefalle ich mir gut. Das wird mir Spaß machen. Das wars. Über Gewichtsschwankungen bei Hölzern war mir ebenfalls nichts bekannt. Stand auch nicht in den Katalogen

Was da nicht drinstand und worüber meine Vorbilder Vater und Verkäufer nicht gesprochen haben, wusste ich nicht. Rückblickend betrachtet war dieses Fehlen von Informationen ein Segen, da das Material einfach da war und das Training und die Spiele einzig relevant waren. Ich habe gemacht, was mir Jugendtrainer und Vater gesagt haben und ich liebte jede Form von *Kritik* und war heiß darauf sie sofort umzusetzen. Manchmal ist diese Form der *Unmündigkeit*, der Luxus sich nicht mit dem Material zu befassen, ein Segen. Heute muss man sich als Erwachsener aktiv und bewusst für diesen Luxus entscheiden und ihn sich gönnen.