Zitat:
Zitat von Petar
Für den Überfall auf die Ukraine gibt es und kann es keine Legitimation geben. Darüber brauchen wir uns gar nicht weiter unterhalten. Das muss man scharf verurteilen. Ich sehe es als eine Katastrophe für das Land und die Menschen dort.
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Darauf kann man sich ohne Probleme einigen.
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Der Begriff "Whataboutism" ist neu und politisch nicht unabhängig. Nun wenn ich versuche die Ursachen und Gründe zu erklären (nicht zu verteidigen!), dann sind die Beispiele 1:1 kein Whataboutism. Denn es damit zu erklären - ist nicht anderes als eine klare und arrogante Art die Tatsachen zu ignorieren. Deswegen finde ich, dass das gute dt. Wort "DOPPELMORAL" die Situation viel besser beschreibt.
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Der Begriff ist zwar nicht neu, aber gut... Viele deiner Beispiele sind aber keine Erklärung von Gründen und Ursachen, sondern sie funktionieren im Prinzip so:
Ein Beispiel zur Verdeutlichung:
"Russland begeht eine Verletzung von Menschenrechten." Antwort: "Aber die USA betreibt immernoch Guantanamo."
Dies ist ein Beispiel für Whataboutism, weil
1. Die Tatsache, dass die USA an anderen Stellen Menschenrechtsverletzungen begeht, rechtfertigt keine Menschenrechtsverletzungen von Russland (oder anderen Staaten).
2. Die Erwähnung von Guantanamo in diesem Beispiel dient der Ablenkung vom aktuellen Problem.
3. Die Erwähnung von Guantanamo relativiert und verharmlost das aktuelle Problem.
4. Du beharrst damit auch auf deiner Position, indem du darauf hinweist.
"Doppelmoral" geht in beide Richtungen.
Ich habe gar kein Problem damit, wenn du diese Punkte (in einem eigenen Thread?) diskutieren willst... sie sind es sicher wert und hochinteressant... Aber eben so, dass es dieser Sache gerecht wird... (zumindest, wenn ich mir etwas wünschen dürfte.)