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Alt 17.03.2022, 10:53
KevKev KevKev ist offline
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KevKev ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)KevKev ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)KevKev ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)KevKev ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: Tischtennis komplett kaputt reguliert während der letzten 20 Jahre

Mal aus der Sicht eines Spielers, der "erst" seit rund 10 Jahren dabei ist:

Ich kann mir absolut nicht vorstellen, zwei Gewinnsätze bis 21 zu spielen. Oder vor jedem Meisterschaftsspiel in einen extra angelegten Raum zu gehen, um mit Chemikalien zu hantieren, die mir einen Wettbewerbsvorteil verschaffen - bzw. einen Nachteil ausgleichen, den ich hätte, wenn ich es nicht tun würde. Oder gegen Material zu spielen, welches dem logisch-rationalen Denken durch gnadenlose Unvorhersehbarkeit jeglichen Wind aus den Segeln nimmt. Oder KEIN Timeout zu haben (ist das echt neu???). Oder es einfach hinzunehmen, wenn mein Gegner den Aufschlag verdeckt und mir effektiv die Chance auf einen guten Rückschlag verwehrt. Oder oder oder...

Warum ich das so negativ formuliere? Weil ich es anders gewohnt bin - genau wie viele von euch es "vor meiner Zeit" wiederum anders gewohnt waren, als ich. Der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier - wir Einzelsportler mit unseren abergläubigen Marrotten wohl noch mehr - und daher ist es doch ganz normal, dass man vor Veränderungen grundsätzlich erstmal in die Schutzhaltung geht. Geht mir in vielen Lebenslagen erstmal ähnlich.

Die Umstellung von Zelluloid auf Plastik hab ich beispielsweise auch miterlebt, und ich fand den Plastikball zu Beginn schrecklich - weil: anders. Mittlerweile ist es wieder so normal, dass sich eigentlich fast niemand mehr darüber beschwert. Und genau so war es doch mit allem: Irgendwas ist am Anfang "neu" und wird abgelehnt, bis es dann mit der Zeit - irgendwann später - "schon immer so war" und doch bitte so bleiben möge.


Lasst mich zum Abschluss frech andeuten: Aus Sicht der Heutigen ist heute alles besser - aus Sicht der Früheren jedoch...
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