Ja und nein...
Du hast natürlich recht, dass die Systeme im Körper i. d. R. parallel ablaufen und ich habe hier in der Tat ein wenig die Energiebereitstellung durch körperliche Belastung mit reingemischt, was eigentlich nicht i. O. ist.
Der Körper nutzt aber immer vorrangig den Fettstoffwechsel, weil die freien Fettsäuren "einfach so" in die Zellen gelangen können.
Bei KH benötigt man das Insulin, um die Zellen dafür bereit zu machen und die freien Fettsäuren "zurückzudrängen", also quasi weniger in die Blutbahn gelangen sollen.
Der Körper wandelt allerdings nicht so leicht/gerne KH in Fette um und zu viele KH führen auch insgesamt nur dann zu mehr eingelagertem Fett, weil die freien Fettsäuren oder Nahrungsfette dann nicht oxidiert werden und v. a. wenn man wiederum mehr Energie aufnimmt, als man verbraucht. Und da gibt es keinen Unterschied zu zuviel aufgenommenen (Nahrungs-) Fetten, ohne danach einen Energieverbrauch zu haben.
Protein dagegen wird nur sehr ungern, d. h. bei sehr langen (extremen) Ausdauerbelastungen oder Mangel an anderen Makronährstoffen, zur Energiegewinnung genutzt.
Zu guter Letzt... man kann den Körper auch so trainieren, dass er eine höhere Belastung allein mit dem Fettstoffwechsel bestreiten kann und somit Glykogen schont.