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AW: Tischtennis komplett kaputt reguliert während der letzten 20 Jahre
Nochmals zum Thema Regeländerungen. Ich denke alle Tischtennisverrückten, die nicht gerade vom Gln-Verbot oder ähnlichem betroffen sind, spielen auch heute noch Tischtennis und auf das Spielstärkeverhältnis hatten die Regeländerungen nur wenig bis keinen Einfluss. Das ist aber nicht der Punkt sondern das Ziel, das man erreichen wollte, nämlich damit mehr Fernsehpräsenz zu erreichen, war von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Insofern hätte man sich die meisten Änderungen auch sparen können. Aus meiner Sicht gibt es so gut wie keinen Zusammenhang zwischen der "absoluten" Attraktivität einer Sportart und der Medienpräsenz.
Ende der 90-er Jahre als man eben regelmässig 1000-2500 Zuschauer bei den BuLi-Spielen hatte, wäre die Chance dagewesen diesen Boom zu nutzen und in die richtige Richtung zu lenken. Von da an wurden aber im Rahmen des Versuchs der "Professionalisierung" viele Fehler begangen mit dem grössten Fehler der Umstellung auf 3-er Teams und dem Spiel auf drei Punkte. Ausgangspunkt muss zunächst immer mal eine volle Halle sein, und in der TTBL ist der Zug dafür schon lange abgefahren. Deswegen erleidet die TTBL das gleiche Schicksal wie die Tennis Bundesliga. Es interssiert sich keine Sau mehr für diese Veranstaltung. Dies hat zur Folge, dass die TTBL als Haupteinnahmequelle für die Topspieler immer unattraktiver wird, was eine negative Abwärtsspirale zur Folge hat. Aus diesem Grund wird man sich zukünftig bzgl. Medienpräsenz ausschliesslich auf die internationalen Grossveranstaltungen konzentrieren müssen.
Da man als Verein deswegen mehr oder weniger auf nichts zurückgreifen kann, wird man nur überleben können, wenn man zum einen ein gutes Jugendtraining anbietet, ein Vereinstraining für erwachsene Neueinsteiger und Senioren und auch ansonsten eine gute Infrastruktur mit diversen Angeboten nebenbei. Das ist halt so, und daran wird sich auch kaum was ändern. Dabei ist es mehr oder weniger vollkommen egal unter welchen Regeländerungen dies stattfindet. Die Verantwortlichen sollten sich einfach darüber im klaren sein, dass Regeländerungen bzgl. Medienpräsenz nichts bewirken.
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