Ich würde quasi überhaupt nicht von Abwehr auf Angriff umschalten sondern das Training so gestalten, dass beides in denselben Uebungen ganz natürlich vorkommt (ist aber auch einfacher gesagt wenn man auf der VH praktisch nur vorwärts rotierende Bälle spielt).
Wahrscheinlich ist eine gewisse Vereinfachung des Spiels (v.a. am Anfang) hilfreich, z.B. mit der VH nur ziehen, mit der RH nur Abwehren. So vermeidet man Entscheidungssituationen. Aus der Verkehrspsychologie wissen wir ja, dass da die groben Fehler passieren (je mehr Aufmerksamkeit erheischende Details den Fahrer zu verschiedenen Entscheidungen fordern, desto mehr Unfälle...). Das wissen auch alle guten Aufschläger und machen genau das, was den jeweiligen Gegner beim Return zu schwierigen Entscheidungen zwingt (kann ich das Service anziehen? Muss ich Schupfen? Soll ich flippen?...).
Man sollte eben ab einer gewissen Spielsicherheit nicht mehr zuviel Zeit mit Schlagtraining verschwenden sondern geziehlt Schlüssel-Spielsituationen für das eigene Spielsystem einschleifen, damit die Wechsel so selbstverständlich werden wie z.B. beim Einkontern zwei VH-Konterbälle hintereinander, die wir ja auch völlig automatisiert inkl. Stellungskorrektur zum Ball, etc. im Halbschlaf hinkriegen. Ist allerdings nur ein Ideal und ich bin leider meilenweit davon entfernt, das gut umsetzen zu können

. Kenne aber aus meinem Umfeld auch unter stärkeren Spielern einige, die schon zu roboterhaft trainieren.