Zitat:
Zitat von Der springende Punkt
Bei einem höheren Netz nimmt die Bedeutung von Schnitt wieder zu. Gerade Schnitt ist beim Tischtennis das, was die zuschauenden Laien überhaupt nicht verstehen.
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Dann brauchst du jemanden, der es, wie Rolf Kalb im Snooker oder Esume beim Football erklärt. Beim Snooker kapiert auch niemand als Laie warum die die Kugel oben rechts, unten links oder sonstwo anspielen. An deren Tischen mit dem Tuch trifft übrigens selbst der gute Hobbypoolspieler keinen Ball. Beim Football sind es die Regeln. Die versteht auch niemand, der neu dabei ist.
Quizard hat doch recht. Ich gehe sogar weiter. 38mm Ball, höheres Netz und Beläge auf 2mm, Holz nur aus Holz, dafür Booster freigeben. Lange Noppen auf 2,5mm Noppenlänge.
Dann gibt es richtig geile Abwehr-/Angriffduelle. Ich habe Laien Angriff-Angriff gezeigt und da kam es durchaus zu den beschriebenen Situationen. Sobald ich Ma Lin-Joo Sea Hyuk gezeigt habe haben das alle kapiert, wie das Spiel läuft...
Der Laie ist nicht dumm, man muss es ihm nur vernünftig rüberbringen. Ich habe das schon öfter geschrieben:
Den Schnitt rauszunehmen, da kann man sich auch Tennis oder Badninton angucken und es ist ungefähr so, als wenn man dem Snookerspieler die Kreide nimmt. Schnitt war immer das Alleinstellungsmerkmal von TT. Nur deshalb können 55jährige zum Teil noch Oberliga spielen, das zeichnet uns auch irgendwo aus. Woanders ist mit 30-35 Feierabend mit der Karriere im ambitionierten Hobbysport.
Nur braucht es für eine mediale Berichterstattung auch ein Konzept und Moderatoren, die es dem Laien gebetsmühlenartig erklären. Und dabei noch unterhaltsam sind. Die ihre eigene Begeisterung rüberbringen.
Ich gucke seit 35 Jahren TT und nur Roman Bonnaire hat das ansatzweise geschafft. Alle anderen Kommentatoren hatten völlig falsche Ansätze. Entweder überhaupt keine Ahnung oder für Fachpublikum kommentiert ohne Erklärungen, die wir hier alle als "weiß doch eh jeder" abkanzeln würden.
Das muss wirklich nach dem Motto laufen a la: "da hat er den Ball seitlich getroffen, deshalb verspringt er nach links und der Gegner stand falsch zum Ball".