Hi albatross,
Du meinst wahrscheinlich „Sehnentöter“?!
Da hast Du nicht ganz unrecht, ABER nur wenn die „ballistics“ falsch ausgefüht werden.
Statische Dehnungen bezeichnet man auch als Stretching (seit ANDERSON 1982 diesen Begriff eingeführt hat). Die dann aufkommende Stretchingwelle hat das aktiv-dynamische Dehnen (ballistics) immer mehr ins Abseits gedrängt. Besonders das Wort „Zerrgymnastik“ wurde immer wieder mit den ballistics in Verbindung gebracht. Gemeint war damit, das diese Ausführungsform Verletzungen provoziert und durch das Auslösen eine Muskeldehnungsreflexes, mit der damit verbundenen Spannungserhöhung im Muskel, die Dehnung keinen Effekt hat.
Bei den korrekt durchgeführten(WIE: weiter unten) dynamischen Dehnformen kommen keine ruckartigen, schmerzhaften oder sogar schädigenden Bewegungen zustande. Im Gegenteil, durch das dauernde sanfte Reizen der Rezeptoren an der physiologischen Beweglichkeitsgrenze sind ballistics zur sportlichen, speziell Spielsportarten, Vorbereitung sehr gut geeignet. ALSO WICHTIG: keine ruckartigen Bewegungen, die den Muskeldehnungsreflex auslösen.
Für TT: Warmlaufen (ca. 5-10min., um z.B. die Knieknorpeldicke zu erhöhen è besserer Schutz vor Schäden) DANN Dehnen (ballistics werden bevorzugt; bei Stretching nicht länger als 10 sec. Position halten, nicht mehr als 3-4 Dehnungen pro Muskelgruppe und keine extremen Dehnungen). DANN wieder Muskeltonus wieder erhöhen, z.B. durch schnellkräftige Bewegungen.
TIPP am Rande: nach Kraftausdauertraining keine Dehnübungen! Dehnen behindert den Stoffan- und abtransport, weil die Durchblutung während der Dehnphase vermindert wird.
Besser: Auslaufen
Dehnen erst eine Stunde danach; und dann aber Stretching!
ballistic-Methode:
wiederholtes, geführtes, nicht ruckhaftes Schieben in die Dehnposition mit kleiner Bewegungsamplitude und Betonung der Ausatmung. Bewegungsgrenze immer weiter hinausschieben (bis 20 Wdh. möglich).
Viel Erfolg bei den Übungen