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Zitat von Quizard
Ist zwar schon etwas her: Als ich 1995/1996 in der 1. Bundesliga gespielt habe (etwas positiv im hinteren Paarkreuz), war Qiao Yunping (Bronze-Medaille im Einzel 1995) bei uns 2 Wochen im Training.
Ich habe so 3 mal gegen sie gespielt und immer (knapp) gewonnen.
Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich gegen Deng Yaping damals verloren hätte, die noch mal ein Stück besser war als Qiao Yunping.
Ich vermute, dass es heute ähnlich ist, und die chinesischen Top-Frauen gegen die schwächeren Bundesligaspieler gewinnen würden, gegen die Einser (und Zweier) aber eher verlieren würden.
Die internen chinesischen Vergleichen zwischen Frauen, die kurz später bei Olympia oder WM spielen, und Männern, die nicht bei Olympia bzw. WM spielen, halte ich für wenig aussagekräftig. Es wird ja in China alles professionell dafür getan, dass die Olympia- bzw. Weltmeisterschaftsteilnehmer möglichst optimal vorbereitet sind (und der Erfolg gibt ihnen ja auch recht).
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Da stimme ich 100% zu. Das kannst du ähnlich auch in allen anderen Rückschlagsportarten so sagen. Je mehr Athletik, desto schlechter sieht es für die Frau aus.
Meine Erfahrung:
Die besten Frauen in Deutschland hatten immer so in etwa die Stärke zweite Liga Hinten (damals), die guten Chinesinnen in Deutschland zweite Liga Mitte. Gut, damals war die TTBL noch deutlich spielstärker und die besten Chinesinnen in China dürften durchaus gegen das schlechtere Drittel in der TTBL aktuell gewinnen können.
Mit allem anderen und irgendwelchem Hokuspokus, am schlimmsten noch irgendwelche Genderdebatten, da tut man den Frauen keinen Gefallen mit.
Ich hatte die Spiele von Ma Long und Co. gegen die Damen auch mal kurz geguckt und das sah doch brutal danach aus, als ob die Order war die Damen gut aussehen zu lassen.
Und zum Mixed:
Traditionell wählt man immer Rückschlag, um sich so aufzustellen, dass man am Ende des letzten Satzes auf die Frau spielt. Und das ja nicht ohne Grund.
Erinnert mich auch ein bisschen an die Diskussionen um Shallon Farrock (Dart), Reanne Evans (Snooker) und Judith Polgar (Schach), wobei man dort immer von "Chancengleichheit" ausging. Polgar selbst hat sich wissenschaftlich mit der Struktur der Gehirne beschäftigt und kam zu dem Schluss, dass es selbst dort einen Unterschied gibt, der es Frauen nahezu unmöglich macht mit den besten Männern mitzuhalten.
Diese Diskussionen kommen halt alle paar Jahre mal hoch, man erzielt damit Öffentlichkeit und durch die ganze Gender und Transdiskussionen ist das Thema aktuell halt mal öfter auf dem Tisch.
Die Realität kehrt dann ein, wenn die Bundesligatruppe eines Frauenfussballvereins mal wieder im Trainingsspiel völlig chancenlos gegen die männliche U15 aus dem eigenen Verein ist.