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AW: Fußball Bundesliga Saison 2021/2022
Ja, es waren tolle 10 Jahre, was allerdings, da muss man ehrlich sein, in der Bundesliga hauptsächlich an 50+1 liegt.
Ich hatte die Tage im Stamntisch mal was zu Erben usw. geschrieben. Und genau diese Situatuon hat der FCB im Moment. Kahn und die neue Führung muss aufgrund des Kapitals schon sehr viel verkehrt machen, um nicht Deutscher Meister zu werden, die Konkurrenz darf nahezu keine Fehler machen, um gleichzuziehen.
Zorc hat es gestern in einem Interview mit der WAZ richtig ausgedrückt. Wir können uns "10 Gnabrys" mehr leisten.
Darauf muss man jetzt, wo die Stadien wieder voll sind und langsam Normalität einkehrt aufbauen. Jetzt müssen die Weichen für die nächsten 3 Jahre, länger kann man im Fussball eh nicht planen, gestellt werden. Ein Fussballverein ist keine Bank und das Kapital gehört auf den Rasen. Hier ist der Vorstand in der Pflicht Qualität "zu produzieren". Das heißt schnellstmöglich einem Abgang von Lewy konsequent einen Riegel vorschieben und die Breite des Kaders wieder auf Vorkrisenniveau zu stellen.
Jetzt muss investiert und nicht rumgegeizt werden, um die Weichen zu stellen. "Topfachkräfte" müssen zu marktüblichen Gehältern verpflichtet werden, um dem ein oder anderen, der es sich in der Wohlfühloase bequem gemacht hat und sich faktisch selbst aufstellt Beine zu machen. Und um noch eine Metapher aus der Wirtschaft zu verwenden, diversen Akteuren zeigen, dass sie nicht "unkündbar" sind.
Zum Anderen hat man "nur" noch 2 Superstars, die den Glanz des Vereins weltweit projizieren. Neuer und Lewandowski. Mit Abstrichen Davies. Der Rest interessiert global gesehen nicht. Gerade Fans unter 30 sind oft keine "Vereinsfans" mehr, sondern wechseln ihre Präferenz mit dem Trikot, welches "ihr" Lieblingsspieler trägt. Hat man möglicherweise irgendwann davon gar keinen Akteur mehr, dann verliert man mehr Geld, als man mit so jemandem gewinnt. Vor allen Dingen im Angesicht der Unattraktivität der Bundesliga.
Hier steht man am Scheideweg und ich bin mir unsicher, ob die neue Führung das erkannt hat und nicht von der Popularität einiger Akteure in Deutschland geblendet ist.
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