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Alt 03.05.2022, 10:29
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: Photovoltaik Erfahrungen

Zitat:
Zitat von TPZ Beitrag anzeigen
Deswegen schreibe ich ja... Es macht keinen Sinn pauschal alles und in jedem Fall zu machen. Deswegen ggf. einen seriösen, unabhängigen Berater holen und die Sache von A bis Z durchrechnen und das umsetzen, was sich am meisten rechnet.*

Wer hier nun suggeriert, dass sich alle Maßnahmen immer rechnen, handelt genauso unseriös, wie derjenige, der das Gegenteil macht und suggeriert, dass Menschen damit in den finanziellen Ruin gelockt werden (sollen).

Wobei auch klar ist... wer neu baut, kann von Grund auf ganz anders ansetzen, als jemand, der einen Altbau sinnvoll und fachgerecht "sanieren" will. Wer glaubt, dass eine Altbausanierung genauso "ein Schnäppchen" wird, wie vielleicht der Kauf des Objekts, der sollte sich lieber beraten lassen und gut rechnen.

Machst du dir eigentlich auch solche Sorgen um diejenigen, denen man einredet, dass man aktuell, wegen der günstigen Zinsen ein Eigenheim auch ohne Eigenkapital stemmen kann und die dann einen Kreditvertrag mit 10 Jahren Zinsbindung abgeschlossen haben?


* Meine aktuelle Vermutung ist dabei auch, dass sich oft zu sehr auf die TGA konzentriert wird, anstatt ersteinmal die (passiven) Maßnahmen zur Energieeinsparung genau anzuschauen. (Und dann im 2. Schritt die TGA darauf passend zuzuschneiden.)
Letzteren ist nicht zu helfen. Da werden in einiger Zeit etliche Häuser unter den Hammer kommen. Ohne Anzahlung oder selbst mit 10-20% EK zu kaufen oder als Investition ist im Prinzip Wahnsinn. Und egal ob vermietet oder selbstgenutzt, du brauchst immer auch noch Reserven. Hier Mietausfälle und Renovierungen/Reparaturen, dort das Risiko "Scheidung", Jobverlust/Kurzarbeitergeld oder dass einfach was kaputtgeht. Das meinte ich ja auch bei den Ökoinvestitionen. Lass alles glatt gehen und jemand hat sein Haus nach 20 oder 30 Jahren bezahlt. Dann kommen fast nahtlos die Renovierungen. Wie lange hält die Wärmepumpe, wie lange die Wallbox? Wie lange der Speicher? Wie teuer wird das Dach, wenn man Solar drauf hat? Was ist mit der Dämmung? Wie lange halten diese Styroporblöcke? Wann setzt sich Feuchtigkeit und/oder Schimmel rein?

Bei allen Eigentümerversammlungen meiner paar ETW bringe ich immer den Punkt ein, dass die "Kriegskasse", sprich das gemeinsame Rücklagenkonto nicht für irgendeinen Schnickschnack aufgezehrt wird. Gerade Selbstnutzer wollen es immer schön haben und das soll dann alles aus der Kasse genommen werden. Wenn ich dann das Thema "Sonderumlage" bringe, was manche noch nie gehört haben ist Ruhe. Gerade, wenn es um Heizung oder Aufzug geht. Macht man das den Leuten klar, dann ist schnell Schluss mit schönen Lämpchen für die Stellplätze oder einem "modischen" Farbanstrich im Treppenhaus oder "schicken" Briefkästen. Das Thema Ökoumbau kam noch nicht auf, die Buden sind auch so gut vermietbar. Solide A/B-Lage, bezogen auf unseren Ort, keine "kritische" Klientel und Lokalitäten in der Nähe. Ich befürchte aber, dass das Thema Öko, gerade bei den Selbstnutzern, irgendwann auf der Tagesordnung steht und dann muss man sich damit befassen. Daher will ich zumindest bis zum nächsten Jahr da relativ firm drin sein. Das Thema scheint mir sehr komplex, neutrale "Beratung" sehe ich nirgends. Jeder will halt seine margenstärksten Sachen verkaufen. Aber bei BMW und Mercedes wird man auch nicht neutral beraten. Das Ganze muss sich halt auch amortisieren durch Kostenersparnis und/oder steuerliche Vorteile. Da muss man sowieso erst mal gucken wie man das in die V+V Erklärung reinbringt, wenn man dem Mieter dann faktisch den Strom "verkauft". Darf man da Marktpreise berechnen? Wird das staatlich gedeckelt (was ich befürchte)? Gibt es Sonderabschreibungen?

Alles noch sehr konfus...
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