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AW: Nittaku Sieger PK 50
Hallo,
ich habe den Belag jetzt mehrere TE gespielt (auch ein internes Punktspiel). Nach der Anfangseuphorie hat sich natürlich hier und da Ernüchterung breit gemacht. Wie immer bei neuen Belägen. Trotzdem spiele ich den Sieger aktuell auf beiden Seiten in 2.0 (Holz: Innerforce Layer ALC). Das ist ein sehr interessanter Belag, der natürlich eine etwas andere Technik erfordert als ich das bisher gewohnt war.
Zunächst wäre da mal das Gewicht zu nennen, geschnitten 49g. Dadurch ist mein Schläger über 20g schwerer geworden. Liegt jetzt bei ca. 185g - mehr muss es auch nicht sein. Der Sieger möchte aktiviert werden, fehlendes Tempo / Power muss man durch Körpereinsatz bzw. Armzug wett machen. Genau danach hatte ich gesucht. Mir liegen die Tensorbeläge nicht so (tischnahes Spiel).
Im passivem Spiel habe ich damit eine enorme Sicherheit, besonders Schupfen und Blocken. Beim Einspielen Topspin auf Block mache ich so gut wie keine Fehler mehr (liegt natürlich auch etwas am erhöhten Gesamtgewicht). Ist sonst nicht meine Kernkompetenz.
Der Schuß kommt auch sicher auf die Platte, ist aber nicht immer ein direkter Punkt.
Nach vorne gezogene Schlagspins gehen fast wagerecht über den Tisch, das macht richtig Spaß. Topspins mit Qualität sind auch sehr gut zu spielen, die sind jedoch nicht so hoch wie sonst üblich. Wenn der Gegner zu weit hinter dem Tisch steht, fallen sie ihm manchmal vor die Füße.
Womit ich noch Probleme habe, ist das kurz-kurz Spiel. Die landen noch zu oft im Netz, weil der Ball nicht abspringt. Auch bei Konter oder Treibschlägen aus der Halbdistanz fehlt mir noch die richtige Dosierung.
Der Sieger verzeiht kein schlechts Stellungsspiel und Topspins über dem Tisch, mal eben aus dem Handgelenk/Unterarm geschüttelt gehen auch nicht.
Das größte "Problem" ist aktuell der Unterschied zwischen dem schwarzen und dem roten Exemplar. Der schwarze spielt sich viel lebendiger und hat mehr Power als der rote. Ich würde am liebsten 2 schwarze Beläge spielen.
Könnte das evtl. auch am Kleber liegen? Der rote wurde mit VOC freien Kleber aufgeklebt und war danach tot wie ein Brett. Ich habe ihn jetzt noch 2x neu mit VOC Kleber aufgeklebt. Hatte so eine ähnlich Erfahrung schon mit dem Joola CMD gemacht, der war danach auch sehr hart und direkt. Erst nach dem neu kleben, wurde er weicher. Kann es sein, das der VOC freie Kleber die Poren vom Schwamm verschließt oder eine direktere Verbindung mit dem Holz eingeht?
Was Vergleiche angeht:
Der Donic C2 ist deutlich härter und aggressiver, der Friendship Battle II Prov. ist auch härter und der XIOM Japan noch ein wenig (alles auf den schwarzen Sieger Belag bezogen).
Ich habe mir vorgenommen, die Kombi erst mal 6 Monate zu testen, dann sehe ich weiter.
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