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Zitat von Noppenzar
Die große Frage die ich mir stelle ist, wie man eine Aufnahme der Ukraine und diversen anderen Problemstaaten zwischen Balkan und Russland überhaupt finanzieren will. Man hat aus geostrategischen Gründen damals schon mit Rumänien und Bulgarien massivste Probleme in die EU geholt und die waren gegenüber den neuen Kandidaten noch Länder mit deutlich mehr Wohlstand.
Was will man eigentlich abseits der Propaganda in der EU bezwecken?
Zugriff auf billige Arbeitskräfte? Neue Billigstandorte für die Produktionswirtschaft? Woher soll das Geld kommen, wenn Firmen abwandern oder Billigkräfte hier so wenig verdienen, dass sie dann kaum Steuern zahlen?
Wie will man verhindern, das gilt ja nicht nur für die Ukraine, sondern für alle anderen Kandidaten, dass in diesen von Korruption durchtränkten Systemen das Geld überhaupt ankommt?
Die Hälfte der EU steht faktisch schon vor der Staatspleite. Wie will man dann noch eine Erweiterung finanzieren?
Wie will man mögliche Zuwanderung in die Sozialsysteme in den Griff bekommen?
Oder will man es gar nicht, indem man die Kosten sozialisiert und die Erträge daraus für Großkonzerne und weltweit agierende "Mittelständler" privatisiert?
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Das sind alles berechtigte und sehr fundierte, gute Fragen!
Im stillen Kämmerlein werden sich unsere Politiker diese Fragen wohl auch alle stellen - aber der Druck aus den USA ist offensichtlich derart übermächtig, dass er alle sonstigen rationalen Überlegungen haushoch überlagert, Hauptsache, Russland wird dadurch immer weiter geschwächt! Und danach ist dann wohl China an der Reihe...
Demokraten und Republikaner unterscheiden sich wohl nur darin ein wenig, wer zuerst "fertig" gemacht werden sollte?
Dem muss sich alles andere unterordnen - und Sorgen um die wirtschaftliche Situation von Deutschland (einem der Hauptkonkurrenten in vielen Bereichen der Weltwirtschaft) und Europa genießen in den USA anscheinend auch schon lange leider keine besonders große Priorität mehr...