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AW: 2.bundesliga süd herren 2004/2005
Wie bereits vorher gesagt wurde ist es in einigen europäischen Ländern erlaubt, in mehreren Mannschaften z.B. - also in einer ausländischen und einer inländischen.
Es kann ja durchaus sein, dass die Spieler dies einfach nicht wussten - wessen Schuld ist es denn in dem Fall? Die des englischen Vereins? Die von Ramstein? Die des Spielers? Die des deutschen Verbandes? Die des englischen Verbandes?
Ich glaube Jörg, dass Ramstein davon nichts wusste und in sofern ist es auch aus meinem Rechtsempfinden heraus sehr schwer, wer dafür zu bestrafen ist.
Aber meinen Überlegungen nach sehe ich die Sache so: die Spieler Young und Tendler besaßen zum Zeitpunkt der ersten Punktspiele eine reguläre Spielerlaubnis des DTTB. Da sowohl Ramstein als auch der Deutsche Tischtennisbund davon nicht davon ausgehen mussten, dass sie hinters Licht geführt werden und auch nach WO keinen nicht-spielberechtigten Spieler eingesetzt haben, gehe ich eher davon aus, dass die Spiele so gewertet bleiben, wie sie gespielt wurden.
Dass die Spielberechtigung der beiden mit sofortiger Wirkung erloschen ist, hatte zur Folge, dass Ramstein sie nicht mehr einsetzen darf, was sie auch getan haben. Damit hat meiner Meinung nach zu keinem Zeitpunkt ein Spieler gespielt, der nicht hätte spielen dürfen.
Man kann doch von keinem Verein verlangen, dass er Tag und Nacht jeden Schritt seiner Spieler verfolgt - das ist doch absolut unmöglich und der DTTB wusste davon ja genauso wenig - aber dessen Aufgabe ist das ebenfalls nicht.
Ich sehe darin die alleinige Verantwortung der Spieler, die nun die Konsequenzen durch den deutschen und eventuell englischen Tischtennisverband zu tragen haben.
Generell halte ich diese Regel, dass jemand der in Deutschland spielt nirgends anders spielen darf übrigens für nicht so gut.
Ich weiß nur von unserer Schwedin, Matilda Ekholm, dass sie liebend gerne auch zuhause weiterhin spielen würde und zusätzlich in Deutschland internationale Erfahrung sammeln würde. Durch die Regelung des DTTB, dass kein Spieler in einem anderen Land parallel zu Deutschland spielen darf, wird ihre spielerische Weiterentwicklung nicht unbedingt gefördert.
Was will man damit verhindern? Dass Spieler immer hin- und herpendeln? Das ist doch in Zeiten eines offenen Europas gar nicht mehr machbar! Oder dass Mannschaften nicht zu sehr den Wettbewerb verzerren weil sie mal ihre Ausländer einsetzen und mal nicht? Da braucht man doch bloß mal den Kader von Bundesligisten wie Plüderhause anzuschauen - die spielen auch so in nahezu jedem Spiel mit einer anderen Aufstellung!
Was gibt es denn sonst noch für Argumente? Ich meine, das wäre ähnlich wie wenn mir ein Arbeitgeber in Deutschland verbieten würde, eine Zweitstelle in Frankreich anzunehmen, oder?
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