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Alt 12.07.2022, 20:23
AlexM AlexM ist offline
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AW: Trainingsflaute im Verein

Dieser Thread ist hier wichtig und beschreibt eine Situation, die aktuell auf sehr viele Vereine (unterschiedlicher Sportarten) zutrifft.

Seit Corona und dem Abbruch der RR 2022 ist der Trainingseifer deutlich zurück gegangen. Hierbei muss ich leider folgendes feststellen:

1. Viele Leutchen sind sehr bequem geworden, ich würde es in einigen Fällen sogar "als stinkend faul" bezeichnen. Hier werden bei direkter Ansprache am laufenden Band Ausreden, dem Training fern zu bleiben, gefunden, deren Dümlichkeit im Einzelfall kaum zu überbieten ist.

2. Nach meiner Erfahrung trainieren die höheren Klassen häufiger, weil die unteren Klassen Tischtennis wirklich oft als "Hobby nebenbei" betrachten.

3. Konzentrieren sollte man sich auf die Leute, die wirklich Spaß am Tischtennis haben und wirklich trainieren (bzw. besser werden) wollen.

4. Ein guter Kontakt zu mehreren anderen Vereinen und Spielern ist durchaus hilfreich. Hier kann man sich gegenseitig unterstützen. Im Idealfall treffen sich Leute aus 3-4 verschiedenen Vereinen zu den jeweiligen Haupttrainingstagen in der Woche, sodass man auf 2-3 Trainingstage i.d. Woche kommen kann.

5. Perspektivisch sollte man individuell entscheiden, ob sich die Situation in der kommenden Runde bessert. Ich würde das Problem vorab in der Mannschaft und auf Vorstandsebene besprechen, um Maßnahmen zur Gegensteuerung zu ergreifen. Wenig Trainingsbeteiligung ist der Anfang vom Ende eines jeden Vereines! Falls das alles nichts bringt, würde ich mein unmittelbares Spielerumfeld darüber informieren, daß ich mich aufgrund des grandiosen Trainingseifers wohl nach einem anderen Verein umsehen werde. Erfolgt keine Reaktion/Besserung, ist ein Vereinswechsel nicht zu vermeiden.

6. Aktuell geht bei uns die Einstellung einiger bisheriger Stammspieler um, sich einen Stamm-Spielerplatz unbedingt teilen zu wollen, weil einen 8-10 Spiele je Runde, scheinbar neuerdings überfordern (darunter sind auch Rentner!?). Mein Fazit daraus: Sofort her mit den 4er Mannschaften, bevor es zu spät ist - und, raus mit den Leuten, die eigentlich nicht mehr TT spielen wollen. Hier sollte man sich nichts vormachen und ggf. Vereinsfusionen rechtzeitig vorbereiten!

7. Seit Covid habe ich derart viele Meldungen von 40+ Leuchten vernommen, die mehr oder weniger ernste "Zipperlein" oder "Erkrankungen" haben, die sie sichtlich einschränken, und die Betreibung des TT-Sports beeinträchtigen oder gar unmöglich machen. Die Einsicht, dass Sport ggf. eine Prävention sein kann, findet sich mehrheitlich nicht. Man muss hier zu der Erkenntnis kommen, dass rd. 70% der Bevölkerung eigentlich "krank sind". Wenigstens kann ich mir so erklären, warum unsere Kosten für die Gesundheit der Bevölkerung permanent steigen. Lobend erwähnen muss ich hier unsere Gruppe "Tischtennis für Parkinson". Es ist traurig und beschämend, dass ausgerechnet die Menschen, die eine äußerst begrenzte Zeit an Bewusstheit und Kontrolle zur Verfügung haben, dem regelmäßigen TT-Training mit ihrer Anwesenheit eine höhere Bedeutung zurechnen, als es vielen "Normalos" möglich ist.

Der Begriff "Zeitenwende" bezeichnet ein Phänomen, das bereits in unserer Gesellschaft, auf vielen unterschiedlichen Ebenen, seit einigen Jahren begonnen hat.
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Geändert von AlexM (12.07.2022 um 21:23 Uhr)
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