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AW: Politik - der Thread für politisch Interessierte (ab Dezember 2021)
Ich fasse es mal kurz zusammen, so weit sind wir gar nicht auseinander:
Hartwährung: gut für die Masse der Bevölkerung und Binnenkaufkraft
Weichwährung: gut für 0,1% der obersten Schicht
Da gleichen sich nämlich alle Staaten.
Die Staaten mit den härtesten Währungen haben traditionell den höchsten Lebensstandard in der Bevölkerung. Bei den Weichwährungsländern hast du traditionell eine ganz kleine oberste Schicht und 99,9% verlieren. Siehe Afrika oder Südamerika. Aktuell auch die Türkei.
Zur Schweizer Notenbank: trotz Intervention haben sie es in den letzten 20 Jahren zumindest so laufen lassen, dass der Euro gegenüber dem Franken knapp 50% verloren hat. Hätten sie es komplett laufen lassen, dann sähe es noch heftiger aus. Das hat aber die Bundesbank damals auch gemacht. Auch die hat damals andauernd interveniert.
Das Märchen vom Export betrifft mMn. auch nur die Billiganbieter. Der streitbare Unternehmer Bettermann, jetzt erst wieder groß in der Zeitung weil er mit Orban befreundet ist und auch in Russland nicht seine Zelte abbricht sagte mal im Interview, dass ihm die Währung letztendlich egal sei, da er bei starker Währung im Einkauf enorm viel Geld spart, bei schwacher Währung halt im Verkauf Währungsvorteile hat. Es gleicht sich aus. Der macht aber auch Hochqualität.
Ähnlich doch das Beispiel ESN im TT. Was sie an schwacher Währung im Export verdienen frisst der teurere Einkauf von Rohstoffen wieder auf und umgekehrt.
Das Märchen vom billigen Export ist mMn. eine Milchmädchenrechnung, die mMn. völlig außer Acht lässt, dass nahezu alle Rohstoffe importiert werden müssen.
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