Zitat:
Zitat von Ex-Leichtathlet
In Deutschland gibt es eine Topp-Trainerin: Gertrud Schäfer
Sie ist im Leichtathletikforum ziemlich aktiv und kritisiert den Wissensstand unserer LA-Trainer. Sie arbeitet sozusagen Tag und Nacht daran, ihren Wissensstand zu erweitern und hat in besagtem Forum schon einige Verbesserungsvorschläge gemacht. Sie kritisiert unter anderem auch die Übungen von deutschen Topp-Athleten, die zu Verletzungen führen können.
So hat sie u.a. auch die Technik vom Speerwerfer Johannes Vetter unter die Lupe genommen und einige Schwachstellen erkannt (und Verletzungsprobleme prognostiziert). Nun hat sich Johannes Vetter verletzt, ob und inwieweit das mit den technischen Fehlern zusammenhängt, kann ich nicht sagen.
Apropos Gina Lückenkemper: In einem Interview hat sie gesagt, dass sie jetzt intensiver trainiert und ihr zwischendurch schlecht wird (ich vermute mal, sie bekommt Brechreize). Für eine Kurzsprinterin ist das ungewöhnlich. Ich vermute mal, dass sie sogenannte Split-Läufe macht. Für einen 400m-Läufe sähe das dann so aus: 2x2x200m
Das heißt, man läuft 400m aber nicht durchgehend, sondern macht nach 200m eine kurze Pause von 1-2 Min. und läuft dann nochmal 200m. Nach ca. 30 Min. macht man dann den nächsten Split-Lauf.
|
Klar, wer am Limit trainiert (Reizsetzung und Anpassung), da wird einem schon mal übel. Passiert auch öfter mal beim Beintraining.
Im Grunde wäre sie ja dann vorher nicht ans Limit gegangen. Magath hatte auch mal irgendwo über Trainingsintensität und Verletzungen referiert
Mir ist das immer beim DTTB aufgefallen. Lehrgänge sehr kurz vor den Höhepunkten und dann oft Verletzungen.
Nur ist dieses Hochintensitätstraining ja auch nichts Neues. Sofern ich das mal bei Berichten über den DDR-Sport richtig sah, haben die unter Höhensimulation in der Gegenstromanlage Schwimmen trainiert, kombiniert mit Volumenreaining für die Grundausdauer.
Ist das Wissen verlorengegangen? Wollen einige Trainer den Sport neu erfinden?
Mir ist das schleierhaft wie jemand, der an die Spitze will und wo es um Nuancen geht, nicht 100% gibt. Dazu gehört natürlich dann auch eine Regenerationsphase und die entsprechende genetische Veranlagung solche Belastungen abzukönnen.
Ich kann eine Alica Schmidt verstehen, da ihr Geschäftsmodell ja nur in zweiter Linie der Sport ist, aber dann soll sie ihre Reisekosten zur WM auch selbst zahlen.
Mir wird auch zuviel über die Methoden der brutalen Schleifer in Bootcampart gemeckert. Heititeiti und über das Limit gehen und dabei auch mal einen rauhen Ton anzuschlagen ist ein Muss und passen nicht zusammen.
Natürlich sollte jeder Athlet wissen, dass der Körper nach der Karriere ziemlich ramponiert sein wird.
Eine Magdalena Neuner zeichnete ja auch aus völlig an die Grenzen zu gehen und rechtzeitig abzutreten. Diesen Ehrgeiz vermisse ich doch bei einigen Leichathleten mit ihrer permanenten Schönrednerei, wo Blech noch als Erfolg verkauft wird.