Zitat:
Zitat von Noppenzar
Mich hat das Interview mit der Staffel danach und Schmidt's Aussage geärgert. Keine Wut, wenig Selbstkritik. Die anderen Drei waren nicht besser. Wie eine Teenagerclique, die vor dem abendlichen Feiern noch ne Runde gelaufen ist...
Ich bin kein Experte für Leichathletik, für mich "stand" sie nur regelrecht auf der Zielgeraden. Waren die Anderen so schnell oder sie so langsam?
Der Kaul, der war nach den 400m richtig am Pumpen. Das Gefühl geht mir bei etlichen anderen deutschen Athleten ab.
Stichwort Marita Koch: Dass sie, und andere Athleten, damals in viel schlechteren Schuhen, auf alten Bahnen etc. zum Teil abnormale Leistungen brachten, geschenkt. Da heranzukommen, das erwartet niemand in Anbetracht der Umstände damals. Gleiches gilt für die Schwimmer und Kristin Otto etc..
Da kann man sich nur zwei Fragen stellen:
1) haben die soviel besser trainiert?
2) haben die "unterstützenden Mittel" einen viel größeren Effekt, als man allgemein annimmt?
Oder ist einfach das Talentscouting so schlecht, dass die falschen Athleten gefördert werden? Fliegen körperliche Spätentwickler aus den Kadern, weil sie Normen nicht bringen?
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Die Einzelzeiten der deutschen Staffelläuferinnen und den anderen findest Du u.a. hier:
https://dateien.leichtathletik.de/da...0-Meter-VL.pdf
In den Kader kommt man natürlich erst, wenn man sich beim Heimverein entsprechend entwickelt hat. Kaderzugehörigkeit ist für die Leistungsentwicklung eher nicht relevant.
Bei den Heimtrainern gibt es große Qualitätsunterschiede, das muss ich leider feststellen (im Schach-Thread habe ich das mal kurz bzgl. meiner Kinder thematisiert).
Bei Frauen bringen "unterstützende Mittel" natürlich mehr als bei Männern und auch da gibt es sogenannte Responder (so gut kenne ich mich da allergings nicht aus).
Marita Koch bestreitet zwar, gedopt zu haben, aber die Beweise sind wohl erdrückend. Ihr Trainer war m. W. auch ihr Ehemann, die müssen brutal trainiert haben. Marie Jose Perec hat zwischenzeitlich auch bei ihm trainert.