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AW: Leichtathletik
Das Problem dabei ist, und da werden sie sich wenig vom DFB, DTTB und anderen Verbänden unterscheiden, dass dort Trainer oft mehr oder minder "Beamtenstatus" besitzen und oft "zweite Wahl" sind, da sie am freien Markt niemals so viel und das sicher wie beim Verband verdienen könnten. Man klebt an den Posten, oft verbunden mit Leistungszentren, weil sie im harten Sportbusiness Sicherheit bieten. Honorartrainer, die freiberuflich arbeiten gehen natürlich dorthin, wo das große Geld sitzt. Den Fitnesstrainer der Bayern könnte man sicher auch gut in der LA gebrauchen, nur wird der in München derart viel verdienen... Andere machen sich als "Personaltrainer" selbstständig, mit teils 3stelligen Preisen für eine Einheit. Oder gehen in Drittländer, wo das Geld fließt. Ein gutes System haben die Colleges. Die Athleten bekommen das Stipendium und sämtliche Unterstützung dort mit Abschluss rauszugehen, die Trainer verdienen im Vergleich zu Deutschland unglaubliche Summen. Bezahlt aus den dicken Töpfen der Uni. Mit dem Unterschied, dass diese bei Mißleistung ganz schnell weg sind, wobei man in Deutschland weiterstümpern darf bis zur Rente.
Und dann bist du halt irgendwo wieder beim deutschen Phänomen Fachkräfte ja, aber bitte möglichst billig.
Bis in die 00er Jahre und im Wintersport teilweise noch etwas länger, hat man sich mit der Übernahme der DDR-Staatstrainer recht günstig beholfen.
Fakt ist, dass eine Sportoffensive richtig Geld kosten würde. Die Trainer haben heutzutage halt auch Alternativen, wo sie in der Spitze sehr viel verdienen können.
Eine Lösung wäre die Industrie mit ins Boot zu holen. Halt mit großer Werbeoffensive. Die Bobfahrer haben es ja auch hinbekommen, dass das Teil mehr oder minder von BMW entwickelt wird...
Und man mag im Nachhinein von "Team Telekom" im Radsport halten was man will (die anderen waren ja auch nicht besser), aber als faktisch so vermarktetes "Nationalteam" feierte man großartige Erfolge.
Noch etwas Lustiges: was mir noch positiv auffiel war das konsequente Nachbohren der Fieldreporterin der ARD (Maral mit Vornamen) und das konsequente Verwenden des generischen Maskulinums aller deutschen Athleten, egal ob alt, jung, schwarz, weiss oder sonstwas.
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