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Alt 25.07.2022, 13:42
Noppenzar Noppenzar ist offline
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Zitat:
Zitat von jimih1981 Beitrag anzeigen
Ich hab den ersten Absatz bewusst gelöscht jetzt.

Ja noch produzieren wir mehr Strom als wir verbrauchen können.
Nicht aber wenn jeder ein Elektroauto fahren soll der es braucht.
Die Problematiken die wir haben wurden mehrfach erwähnt und werden durch einen studierten Physiker auch nochmals erklärt. Entweder kapierst Du es oder Du kapierst es nicht. Die Fakten sind so wie sie sind. Auch das in Deutschland der Strom viel zu teuer ist.

U.a. das was er hier erklärt ist schon wichtig:

"Den wenigsten ist klar, wie hochgradig sensibel unser Stromnetz ist. Es ist eines der kompliziertesten von Menschenhand geschaffenen geregelten Systeme. Allein das deutsche Netz hat eine Gesamtlänge von fast zwei Millionen Kilometern, was der fünffachen Entfernung von der Erde zum Mond entspricht. Fast 600000 Transformatoren und Umspannstationen sorgen in unserem Land dafür, dass der Strom verlässlich aus der Steckdose kommt. Rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche, kümmern sich einige tausend Menschen nur darum, dass dieses Netz stabil bleibt und nicht zusammenbricht. Dazu muss permanent so viel Strom erzeugt werden wie gerade verbraucht wird. Ablesbar ist das an der bekannten Frequenz von 50 Hertz. Gibt es kurzfristig Über- oder Unterkapazitäten, sinkt diese Frequenz etwas ab oder sie steigt an. Die Schwankungsbreite darf allerdings maximal 0,2 Hertz betragen. Jeder größere Ausschlag nach oben oder nach unten würde das gesamte System zum Kollabieren bringen. Genau das ist ein selten gehörtes Problem bei der Energiewende. Die Erneuerbaren haben keine netzstabilisierende Funktion. Im Gegenteil. Je höher der Anteil an schwankendem Wind- und Sonnenstrom wird, umso instabiler wird das Netz. Denn sowohl Strommangel als auch Stromüberschuss kann das System kollabieren lassen. Mit jedem netzstabilisierenden Kraftwerk, das wir abschalten, steigen die Netzschwankungen weiter an.
Aber mit diesen nervigen Zusammenhängen kann sich eine hippe Gesellschaft natürlich nicht beschäftigen. Es gibt schließlich Wichtigeres als Strom.
"

Vince Ebert
Um den Überschuß zu speichern müssten hunderte Milliarden, wenn nicht Billionen investiert werden. Dazu der Widerstand der Anwohner. Pumpspeicherwerke, Wasserstoffraffinerien und das ganze Leitungsnetz dafür. Dazu der Transport von Wasserstoff mittels Pipeline.

Und natürlich bei Umstellung auf Strom die Stärkung der örtlichen Netze.

In der Theorie grüner Träumereien ist das sicher machbar. Nur nicht zu einem Preis, der Industrie und sozialen Zusammenhalt massiv gefährden würde.

Das ist letztendlich immer das Problem bei nahezu allen Ökothemen. Am Ende des Tages muss es jemand bezahlen. Und dann hast du halt die Konsequenz der Deindustrialisierung. Wie man das nicht macht, da sollte das Großbritannien der 70er/80er ein mahnendes Beispiel sein. Andere Ursachen, dieselben Konsequenzen die auch hier drohen.

Und in einer Aussage hat Baerbock recht: "dann haben wir soziale Unruhen". Was sie in ihrer Blödheit nicht erkennt, ist, dass ihre ureigene politische Einstellung die Ursache ist. Letztendlich hat Merkel ja die AKW nicht abgeschaltet, weil sie das gut fand, sondern weil sie einen Wahlsieg der Grünen befürchtete.
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