Zitat:
Zitat von Matousek
Dann weg mit der Straßenbahn. 
Amerikanische Städte willst Du uns jetzt nicht als was Positives verkaufen?
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Ist mir dort aber direkt aufgefallen.
Generell hat man, auch durch grünen Lokalidealismus, schon seit dem 80ern den Straßenbau sträflich vernachlässigt. Immer dieselbe Ideologie. Fahrrad, ÖPNV und Güter auf die Schiene. Dass das in der Praxis so nicht funktioniert haben die letzten 40 Jahre gezeigt. Fahrrad funktioniert im Flachland und als Hobby, ÖPNV in den Großstädten mit entsprechender Auslastung und Taktung und Güterverkehr geht bei großen Mengen von einem Ort zum anderen.
Der Vorteil des Individualverkehrs mit Zeit, Komfort (Wetter, Berge!) und Transport (Einkauf!) ist zu deutlich..
Es hält nunmal kein Zug bei Edeka an der Lagertür, der Wocheneinkauf dort transportiert sich schlecht mit dem Rad oder ÖPNV und wer pendelt, für den ist (von Haustür zu Haustür) schnell klar welches Verkehrsmittel er benutzt. Und auch die Post schafft es nicht 100 Pakete auf das Trike des Postboten zu laden und nutzt Überland dem klassischen VW-Bulli. Der E-Scooter schafft das kilometermäßig kaum und ist auch eher unpraktikabel für enge Einfahrten am Berg oder auf dem Dorf.
Das begehrteste "Goodie" von 99% der AN ist und bleibt ja auch der Firmenwagen.
Individualverkehr macht flexibel und hat Nutzungsvorteile, die kein "gutes Gewissen" ausgleichen kann.
Hier muss man vom Umerziehungsgedanken weg, Auto aus den Innenstädten führt sowieso nur zur Verödung selbiger, zu intelligentem Verkehr. Und das heißt auch bei freier Strecke und wenig Verkehr auch mal 250/300 fahren zu können. In der Praxis fährt, zumindest im Rhein-Ruhr Bereich sowieso kaum jemand schneller als 160. Einfach zu voll, oft temporär 130.