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Alt 12.08.2022, 12:27
JanMove JanMove ist offline
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AW: Politik - der Thread für politisch Interessierte (ab Dezember 2021)

Klar bringe ich da eine gewisse Wertung und auch Erwartungshaltung ins Spiel, denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass da eine gewisse Verzerrung der Realität stattfindet. Natürlich kann man die Diskussion auch auf die Zahlen beschränken. Mit 16-35 k kannst Du gerade mal so die Grundbedürfnisse plus vielleicht noch ein kleines bisschen mehr befriedigen. Damit bist Du Mittelschicht. Es wird also suggeriert einem relativ grossen Teil der Bevölkerung geht's doch ziemlich gut, ist ja schliesslich Mittelschicht. (Und egal wie hoch oder niedrig das Äquivalenzeinkommen in absoluten Zahlen tatsächlich ist, wirst Du immer einen relativ grossen Anteil an Mittelschicht haben.) Das sehe ich anders, da diesem Teil der Bevölkerung Einkommen vorenthalten wird, welches ihm eigentlich zustehen sollte aufgrund der geleisteten Arbeit.
Das Einkommen des Arztes ist vielleicht hoch im Vergleich zu anderen Einkommen. Ist es das aber absolut betrachtet wirklich? Ich würde sagen nein und halte dies grob gesprochen für angemessen. Beim Profifussballer oder CEO einer grösseren Firma ist das aber anders. Da halte ich das Einkommen für unverschämt hoch und keineswegs mehr für angemessen. Beim angestellten Ingenieur mag das Gehalt akzeptabel erscheinen, halte ich aber wiederum im Vergleich zum CEO der Firma, wo er arbeitet, für unangemessen niedrig. Und über die normalen Angestellten wie Krankenschwestern, Friseure oder Verkäufer brauchen wir gar nicht zu reden. Da ist das Gehalt unverschämt niedrig.
Das auseinanderdriften der Gehälter hat über die letzten Jahre und Jahrzehnte insbesondere in Deutschland immer stärker stattgefunden, wie Du ja richtigerweise angemerkt hast. Ich glaube aber kaum, dass man dies anhand der Entwicklung des Äquivalenzeinkommens sichtbar machen kann.
Übrigens ist die Lohnschere auch in der Schweiz über die letzten 10 Jahre konstant bzw. die letzten Jahre rückläufig gewesen.
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