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Zitat von Danielson
Ist das übertrieben?
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Ja, ist es. Wenn man alle Romane wegwirft, in denen klischeehafte Darstellungen benutzt werden, dann bliebe wenig übrig. Man muss nur klar machen, dass es um Unterhaltung geht, und nicht um geschichtlich korrekte Darstellungen. Das kann man sogar Kindern erklären. Man muss es nur tun.
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Zitat von Danielson
Übertrieben ist für mich vielmehr die Skandalisierung des Vorfalls[..]
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Ja, ist sie. Der Verlag hat in der Beziehung die Freiheit des Handelns. Wenn Andere die Bücher unbedingt veröffentlichen wollen, dann sollen sie die Rechte erwerben und loslegen.
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Zitat von Danielson
[..], denn der wohl schlechte Film und die wohl schlechten Bücher sind für unsere Kultur genauso verzichtbar wie die unterirdisch schlechten Supernasen-Filme mit Thomas Gottschalk.
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Theoretisch verzichtbar ist ja fast alles in Literatur und Kultur. Ich mag das Argument nicht, weil man so scheibchenweise auch fast alles verlieren kann. Gehe mal mit der ganz feinen Lupe durch bekannte, tradierte Romane, Filme, etc. durch. Es wimmelt nur so von Klischees, stereotypischen Darstellungen, etc.
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Zitat von Danielson
Der Aufschrei erfolgt nicht, weil man ein vermeintliches Kulturgut auslöschen will, sondern weil sich Erwachsene daran gestört fühlen, dass man sie nicht mit einem Spielzeug aus ihrer Kindheit einfach so weiterspielen lässt.
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Das kann ich nicht nachvollziehen. Niemand hindert Erwachsene daran, Karl-May-Bücher zu lesen.
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Zitat von Danielson
Das halte ich im Grunde für richtig. Sprache und Denken entwickeln sich.
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Wenn sie (Sprache und Denken) das tun, ist doch alles gut! Es sollte nur nicht kampagnenartig durchgezogen werden, besonders bei Menschen, bei denen sich Sprache und Denken nicht weiter entwickelt haben. Das schafft nur Ressentiments und bringt sehr wenig.