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AW: Victas V>20 / V>22 Double Extra
Ich hatte mir Anfang Juli einen V>20 besorgt, einfach weil ich auch mal einen Victas Belag kennenlernen wollte und von den Werten war er nahe an meinem jetzigen Referenz Belag Joola Rhyzen ZGR.
Der Belag wiegt ungeschnitten 70g (normale 17cm x 17cm Belaggröße) und geschnitten auf ein Stiga Dynasty Carbon 48g, was für einen Belag mit der Härte eher auf der leichteren Seite ist (ein MX-D wiegt 52g geschnitten auf dem gleichen Holz)
Die Erfahrungen im ersten Training und danach waren positiv. Der Belag spielt sich ähnlich einfach und linear wie ein MX-D oder ein Rhyzen ZGR. Die Belaghärte spürt man längst nicht so deutlich, wie es das Datenblatt vermuten läßt.
Ohne große Technikanpassung war eindrucksvoll, dass der Spin in meinen Topspins nochmal höher war als mit dem Rhyzen ZGR (und damit auch höher als beim MX-D, den vor dem ZGR gespielt habe). In einem anderen Thread wurde ja mal gefragt, woran man das festmacht.
Bei mir war es auffällig, dass die besseren Spieler in unserem Team sonst meine Topspin selten über die Platte blocken, ich aber mit dem Victas V>20 doch einige direkt Punkte mit dem Eröffnungstopspin machen konnte. Das war konstant über mehrere Trainings und unterschiedlichen Spielpartner der Fall und ich bin auch aktiv darauf angesprochen worden, was ich verändert habe.
Block/Schupf/Aufschlag-Rückschlag ist bei dem Belag alles unauffällig. Natürlich ist ein so griffiger Belag immer auch anfälliger für den gegnerischen Spin. Da ich aber auch mit ZGR ja einen leicht klebrigen Belag gewohnt bin, ist der V>20 nicht negativer aufgefallen.
Ich war mit sicher, nach den vielen positiven Erfahrungen, dass ich den Belag in der neuen Saison spielen werde.
Im Juli war ich dann im Andro TT-Trainingscamp und habe dort ca. 20 Stunden Training in einer Woche runtergerissen. Es war die heißeste Woche in Deutschland und dementsprechend heiß und feucht in der Halle. Der Schläger wurde während der Trainingeinheiten öfter am Handtuch abgewicht und nach jedem Training mit Wasser gereinigt.
Das hat der Belag nicht wirklich gut überstanden. Die Belagoberfläche war am Ende der Woche nicht mehr griffig und was mich am meisten überracht hat, war, dass auch der Schwamm Stellen hatte, an denen er richtig tot war. Heißt man konnte bei draufdrücken feststellen, dass der Schwamm nicht mehr so schnell in die Ausgangslage zurückkehrt.
Hatte vermutet, dass sich evtl. der Belag vom Holz gelöst hat und den Belag dann nochmal neu aufgeklebt, aber ohne Verbesserung.
Bin mir unsicher, was ich damit jetzt anfangen soll. Hatte zwar mal Victas angeschrieben und den Fall geschildert, habe aber keine Antwort erhalten.
In einem englischen Forum hat auch jemand von einem ähnlichen Problem berichtet. Kann sein, dass es ein Montagsmodell war. Kann sein, dass die Bedingungen extrem waren, aber mein Rhyzen ZGR (sogar etwas früher montiert) hat das prima überstanden und ist bis heute auf meinem Holz.
Mir war es das Risiko am Ende nicht wert, einen Belag nachzukaufen (auch teurer als ein ZGR) und dann mitten in der Runde einen schnellen Totalausfall zu riskieren. Daher werde ich das Victas Thema jetzt erstmal abschließen.
Der Victas V>22 hätte mich auch noch interessiert, aber der ist nochmal eine Ecke teuerer und damit nicht wirklich attraktiv.
Zur Zeit macht sich der neue DHS Hurricane 9 ganz gut auf meinem Holz. Hoffentlich hält der länger als der Victas.
Geändert von vossi39 (12.09.2022 um 09:47 Uhr)
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