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Alt 04.07.2001, 12:35
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mh mh ist offline
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@Walker

Wenn es auch vielen Leuten wehtun wird: In meinen Augen ist Tischtennis als Mannschaftssport nur bedingt vermarktbar.
Als Begründung: Tischtennis ist ein Einzelsport, der durch Zusammenstellung mehrerer Einzelspieler zum Mannschaftssport vergewaltigt wurde. Das Typische an einem Mannschaftssport – mannschaftliche Strategien – fehlt ganz. Die Folge: Die Spielstärke einer Mannschaft ist gleich der Summe der Einzelspielstärken.

Daraus folgt aber wieder: Spielstärke und damit Titel sind anders als beim Fussball „käuflich“. (Siehe Borussia Dortmund in der Spielzeit 1999/2000) Im Tischtennis kann man aber bei entsprechendem Mitteleinsatz Erfolge mit hohem Zuverlässigkeitsgrad planen.

Daher kann es im Tischtennis nur recht selten zu Überaschungen wie z.B. im DFB-Pokal kommen. Wenn in der Bundesliga der TTC Grenzau gegen Fulda-Maberzell (letztes Jahr) spielt, dann steht das Ergebnis zu 99% vor dem Spiel fest.

Wenn ein Erstligist gegen Unterklassige Mannschaften spielt hat die unterklassige Mannschaft selbst dann keine Chancen, wenn jeder auf 110 % heißläuft.

Wo in meinen Augen die Zukunft des TT liegt sind ProTour Events, bei denen sich die Weltspitze trifft. Für die nicht TT-Begeisterten ist ein Spiel zwischen XXX und YYY in der Bundesliga total uninteressant. Was jedoch ziehen könnte (auch das Fernsehen) sind Begegnungen wie Jörg Rosskopf – Waldner, Timo Boll – Kong Linghui etc. Das beste Beispiel war doch die WM in Dortmund, die für eine volle Westfalenhalle gesorgt hat.

Die Tischtennisbundesliga hat in meinen Augen mittelfristig die selbe Zukunft wie die Tennisbundesliga: Es wird zwar gespielt, aber die Musik geht wo anders ab.
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