Die Rolle von Training bei Appetitregulation und Gewichtskontrolle von Eric Helms PhD (ins Deutsche übertragen)
Darin gibt es eine Reihe von wichtigen Kernaussagen:
- Es gibt eine *J-Kurve* zwischen körperlicher Aktivität und Energiezufuhr: Wenig körperliche Aktivität führt zu einem deregulierten Appetit und damit zu Gewichtszunahme.
- Der Appetit passt nur bei einem höheren Level von körperlicher Aktivität zum tatsächlichen Energiebedarf.
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Der Mensch hat Regulationsmechanismen, um einen Unter- oder Überkonsum von Energie zu verhindern und damit übermäßiger Abnahme oder Zunahme von Gewicht vorzubeugen. Während diese Mechanismen uns theoretisch sowohl vor Unterversorgung als auch vor Übergewicht schützen sollten, können die Dinge schiefgehen, wenn wir uns weit genug von der körperlichen Aktivität entfernen, die bei unseren Vorfahren über Jahrtausende normal war. Speziell die genaue Regulation der Energiezufuhr scheint nur mit einem ausreichend hohen Level an Training und Bewegung zu funktionieren. Ist die körperliche Aktivität zu gering, klappt es nicht mehr.
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Es gibt eine J-Kurve für den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Appetitregulation. (Abbildung 3)
- Bei niedriger Aktivität ist aufgrund deregulierter Appetitsignale die Energiezufuhr höher als der Bedarf.
- Steigt die körperliche Aktivität an, verbessert sich die Appetitregulation stetig und führt zu einer geringeren Energiezufuhr.
- Bei sehr hoher körperlicher Aktivität steigt der Appetit wieder an, was in einer höheren Energiezufuhr resultiert. In diesem Fall bleibt jedoch Energiezufuhr und Energieverbrauch trotzdem gut reguliert, was einem dauerhaften Kalorienüberschuss und nachfolgender Gewichtszunahme vorbeugt.
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Allerdings sollte man die Ergebnisse mit Vorsicht betrachten. Um die Appetit-regulierenden Vorteile von hoher körperlicher Aktivität zu erzielen, sollte man eine höhere körperliche Aktivität wirklich als Lebensstil und nicht als kurzzeitige Lösung für einen hohen KFA sehen. Denn die Ergebnisse dieses Reviews basieren auf Daten von Menschen, die diese hohen Aktitvitäslevel dauerhaft halten und nicht nur kurzfristig erhöhen, was sehr wahrscheinlich nicht die gleichen Effekte hätte.
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In dem Artikel sind noch ein paar weitere interessante Punkte aufgeführt.