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AW: Berichte Bezirk Rastatt/Baden-Baden 2011/2012
Rastatt (ti)
Des einen Freud, des anderen Leid – so könnte man den Erfolg der zweiten Mannschaft der TTF Rastatt, die mit 35:5 Punkten souverän Meister in der Bezirksliga Männer wurde - beschreiben.
Nach dem Abstieg im Vorjahr kehrt das Team um Spitzenspieler Johannes Scheumann nach einem einjährigen Ausflug in die Bezirksliga wieder in die Landesliga Nord zurück.
Doch nicht die komplette Mannschaft kann den Aufstieg wahrnehmen: Für Susanne Gibs endet das Engagement in der zweiten Mannschaft mit dem Aufstieg, denn für Frauen gilt es weiterhin, dass sie nur bis in die oberste Spielklasse innerhalb der Bezirke, hier also die Bezirksliga, bei den Männern aktiv mitspielen dürfen. Nach drei Jahren endet also für Susanne Gibs ihre Karriere bei den Männern, die sie insgesamt sehr gelungen wertete. „Ich wurde sowohl von unseren Jungs als auch von den gegnerischen Herren gut aufgenommen. Es gab – bis auf eine oder zwei kleine Ausnahmen – kein „böses Blut“, dass da eine Frau auf der anderen Seite des Tisches steht,“ zieht Gibs ein positives Fazit
Gegen eine Frau verlieren wollte von den männlichen Gegnern sicherlich keiner, in manchen Spielen erging es Gibs aber ebenso. Dieses Gefühl hatte aber mit dem anderen Geschlecht nichts zu tun, denn bei Spielen in den Frauenklassen erging es Gibs zu früheren Zeiten auch so. „Zudem habe ich als Frau immer einen kleinen psychologischen Vorteil gehabt, auch wenn ich mir selbst oft genug Druck gemacht habe, dass ich gegen den einen oder anderen besser nicht verlieren sollte….,“ meint Gibs im Nachhinein und „ von der Spielweise her, liegt mir das Spiel bei den Herren fast mehr als das der Damen. Das Spiel ist offener. Okay, man darf keine wirklich schlechten Aufschläge machen, das wird mehr „bestraft“ als bei den Damen. Aber die Ballwechsel waren meist schöner (z.T. Topspin / Gegentopspin) als in der Badenliga Frauen und meistens nicht so „zerstörerisch“ wir bei manchem Spiel bei den Frauen.“
Unvergesslich und eine tolle Erfahrung war für Gibs der Gewinn im Schlussdoppel an der Seite von Simon Henkel im ersten Jahr bei den Männern. Nach einem 3:9-Rückstand wurde der fünfte Satz gewonnen, was am Ende ihrer Mannschaft den erhofften Klassenverbleib sicherte.
Mit den erzielten Bilanzen zeigt sich Gibs sehr zufrieden. „Wir sind dieses Jahr auf- und die letzten beiden Jahre nicht abgestiegen. Das war das Wichtigste. Diese Jahr habe ich eine Bilanz von 16:9 in den Einzeln (meistens in der Mitte, ab und zu auch mal vorne oder hinten) und 13:3-Doppelerfolgen in der Bezirksliga gespielt. Letzte Saison in der Bezirksklasse vorne 29:9 und im ersten Jahr in der Bezirksliga mit 17:8-Siegen, da hatte ich am Anfang schon ein paar Anpassungsprobleme), aber ich habe zumindest in der Mitte auch positiv gespielt.“
In der nächsten Saison wechselt Gibs voraussichtlich wieder zu den Frauen, die in der Landesliga in einem spannenden Finish den Klassenerhalt erreichten. Auf alle Fälle aber wird sie bei den TTF spielen. Eine Alternative wäre natürlich ein weiteres Jahr bei den Männern, dann müsste sie in der dritten Mannschaft in der Kreisklasse A Nord spielen. Hier wäre eine Konstellation im Doppel mit ihrem Ehemann Thilo möglich, mit dem sie in der Bezirksliga bereits ein Mal über das Kappelrodecker Duo Huber/Müller erfolgreich an der Platte stand. Problematisch wäre es jedoch, weil beide fast nie gleichzeitig spielen könnten und dies würde wiederum dem Verein nicht so viel bringen.
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