Zitat:
Zitat von Frei statt Bayern
Kaffee:
Eine vernünftige Kaffeemaschine kostet in der Anschaffung gleich der Größe eines asiatischen Kleinwagens. Wartungskosten zwischen 3-400 vierteljährlich. Reparaturen, die Dinger haben ständig was, noch nicht mit eingerechnet.
Ob Leasen / Mieten billiger ist, keine Ahnung, unser Chefe will nur Eigentum. Sein Kaffee kostet dennoch nur 2* aufwärts? Komplettes Frühstück inkl. einer Tasse Kaffee, 5*. Frage: Muß er das sicher einfahrende Minus mit Kaffee jetzt versuchen anderweitig zu kompensieren? Was meint ihr? Vieles ist eben gerade in der Gastronomie eine Mischkalkulation. Amen!
Sowieso total überteuert die Dinger, ebenso wie eure 500* Kisten daheim! Die ihr sicher im Moment immer vom Netz nehmt, wenn ihr sie nicht braucht, richtig? Eingeschalten sind das oft richtige Stromverbrenner!
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Mal zur Gastro, weil in den Medien immer nur jammernd Ketten und/oder Systemgastronomie auftaucht.
Die kalkulieren mit viel FK und erheblich geringeren Margen, aber ein gesunder Gastrobetrieb rechnet jeweils 1/3 Wareneinkauf, sonstige Kosten, Überschuss. Dazu geht, wenn der Chef selbst im Laden steht, auch immer etwas schwarz.
Letztendlich also Nichts, was ein gesunder Betrieb in eigenen Räumen nicht überleben könnte.
Zu den Kaffemaschinen. Du hast recht, die sind erstmal teuer. Trotzdem kommst du, inkl. des Kaffees, auf Stückkosten je ausgeschenktem Kaffee von 0,10-0,15 Euro und da ist die Wartung schon mit drin.
Was den Ketten aktuell massiv zu schaffen macht ist eher, dass sie alles auf Kredit gehebelt haben. Das Geld war ja billig, die Banken willig. Dazu teilweise horrende Mieten und bei den NK hängen sie meistens an den Märkten/Centern wo sie drin sind.
Das ist jahrelang aufgegangen, weil sie eben mit viel geringeren Margen kalkuliert haben. Wenn du 50 davon hast, dann reichen auch 20k Gewinn pro Filiale..
Das fällt ihnen jetzt auf die Füße, da kaum Spielraum ist.
Noch ein Gegenbeispiel:
Örtlicher Konditor. Alles Eigentum, Chef macht mit einem Meister und 2 Gesellen selbst alles. Fantastische Produkte, Höchstqualität. Schönes Cafe dabei.
Man hat ihn für die Presse interviewt und er sagt auch, klar, es ist schwieriger geworden, aber man verkauft Spitzenqualität, kann entsprechende Preise nehmen und er sieht die Konditorei überhaupt nicht im Bestand gefährdet.
Ich bleibe dabei, dass man bei den ganzen "Sensationsnachrichten" schon klar differenzieren muss. Und mal ehrlich: bei Euch geht doch jetzt auch nicht sofort das Licht aus, auch wenn der ein oder andere Kunde insolvent geht und nichts mehr zu holen ist.
Die ganzen Geschäftsmodelle Marke "FC Barcelona" sind doch diejenigen, denen aktuell das Licht ausgeblasen wird.
Und ein gesundes Unternehmen mit einem geschäftsführenden Gesellschafter, dem wirklich etwas an seinem Betrieb und seinen Leuten liegt, der fährt zur Not auch mal eine "Nullrunde" stellt den Kauf des nächsten Turbo S mal zurück und kneift zur Not mal die Backen zusammen. Oft muss er das nichtmal, weil man halt Reserven aufgebaut hat.